Video-Interview mit Mike Little beim WordCamp London 2013

Es gibt Helden, und es gibt … andere Helden. Diejenigen hinter der Bühne, wenn man so will. Die Leute, die den Vorhang aufziehen, Requisiten hin- und her schieben, das Licht setzen und in zig-facher Weise sicher stellen, dass alles, aber auch alles geschmeidig läuft für die Schauspieler. (Übrigens, für die Jüngeren: wir sprechen von einem Theater.)

Jene Menschen bekommen in der Regel keinen Applaus. Die Aufmerksamkeit für ihre Person geht gegen Null, und sie fragen nicht nach mehr. Ironischer Weise gäbe es eine Show ohne sie genauso wenig, wie ohne die Schauspieler auf der Bühne.

Hast du zufällig den Film Standing in the shadows of Motown gesehen? Das ist der Typ Mensch, von dem wir hier sprechen: die Funk Brothers. Nach einem Leben voll von Nummer-Eins-Hits und ohne jegliche Anerkennung, wird ihnen endlich mit einem Film ein Denkmal gesetzt.

Obgleich der Vergleich weit hergeholt scheinen mag – für mich ist Mike Little so etwas wie ein Funk Brother bei WordPress.

Vom Blogging Software Dilemma…

Mike hat Matt vor 10 Jahren geholfen, WordPress zu starten, mit diesem mittlerweile oft zitierten Kommentar zu einem Beitrag mit dem Titel The Blogging Software Dilemma. In der darauf folgenden Zeit arbeitete er, gemeinsam mit anderen frühen Core-Entwicklern, im Snake Pit und programmierte das Stück Open-Source-Software in seine Existenz, mit dem heute 20% des Internet laufen.

Ob WordPress ohne Mikes Kommentar existieren würde, kann niemand sagen. Wenn man sich allerdings den Zeitpunkt des nächsten Kommentars unter dem Beitrag ansieht, der über ein ganzes Jahr später datiert, sieht es schon so aus, als habe sich die Idee, b2 zu forken, nicht gerade viral verbreitet.

Daher ist es für mich durchaus vorstellbar, dass es WordPress, wie wir es heute kennen, so nie gegeben hätte, wenn Mike nicht Matts Idee unterstützt und einen ersten konkreten Schritt vorgeschlagen hätte.

…bis zu 20% des Internets!

Zehn Jahre später sind Matt und Mike beide noch da und arbeiten beide an und mit WordPress. Während der eine quasi „das Gesicht“ von WordPress und ein bewundernswert erfolgreicher Unternehmer mit Open-Source-Software geworden ist, hat es der andere irgendwie geschafft, seinen Beitrag hinter den Kulissen zu leisten und seinen Namen aus den Schlagzeilen der Business-Magazine heraus zu halten.

Jedenfalls bis zum 23. November diesen Jahres. Das ist der Tag, an dem Mike Little die Bühne des WordCamp London (#wcldn) betritt, um über das eine Thema zu sprechen, das jede und jeden im Saal brennend interessiert: Mike Little! Und natürlich seine einzigartige Sicht auf WordPress aus der Perspektive eines Gründers.

Ausgehend sowohl von Gesprächen mit anderen, wie von meinem persönlichen Eindruck, fesselte Mike das Publikum vom ersten Satz an, während er persönliche Details aus seinem Leben als Software-Entwickler (beginnend in den 1970er Jahren!) teilte, sowie von seinen Erfahrungen mit und Eindrücken von WordPress über die Jahre hinweg sprach.

Eine Zusammenfassung von Mikes Vortrag zu versuchen, wäre sinnlos, da alles gefilmt wurde und in absehbarer Zeit bei WordPress.tv zu sehen sein wird.

Daher schließe ich diese Einleitung, bevor sie aus dem Ruder läuft, mit einem riesigen Danke an Mike, der so großzügig war, uns fast eine Stunde seiner WordCamp-Zeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung zu stellen. Danke, Mike! Und allen anderen: viel Spaß beim Anschauen des Videos!

Featured image photo credit: JC (@ommunist)

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Caspar hat das Helpdesk bei MarketPress mit betreut. Wenn er gerade nicht im Plugin- und Theme-Support arbeitet, findet man ihn bei WordCamps und anderen Community-Veranstaltungen.

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