Nie wieder langweilig: 14 innovative Produktseiten und Onlineshops

Ob deine Produkte gekauft werden oder nicht, das hängt in den meisten Fällen von der richtigen Produktpräsentation ab. Doch Geschmäcker sind bekanntlich sehr verschieden. Wir haben uns umgeschaut: Wie lösen besonders innovative Onlineshops dieses Dilemma?

Herausgekommen ist eine kleine Sammlung von Ideen, die inspirieren. Nicht immer sind diese mit einem Standard-Theme oder reinen WooCommerce-Bordmitteln zu realisieren. Doch sie können meist auch eine „Nummer kleiner“ umgesetzt werden.

Hinweis: Viele der nachfolgenden Beispiele stammen aus dem Bereich Mode, da in diesem Umfeld naturgemäß besonders kreative Ansätze gefragt sind. Sie lassen sich aber auch auf andere Produktbereiche hin adaptieren.

Und los geht’s:

Flauschfaktor

Mit innovativen Grafiken wie dem Soft-o-Meter, bebilderten Detail-Produktbeschreibungen, einer Vorstellung der jeweiligen Designer etc. wartet Betabrand auf. Hier ist viel Liebe für Details erkennbar, auf jeder einzelnen Produktseite. Ein Klassiker unter den gelungenen virtuellen Verkaufsbühnen.

Nicht nur mit dem Soft-o-Meter kann der Onlineshop punkten
Nicht nur mit dem Soft-o-Meter kann der Onlineshop punkten

Die etwas anderen Produktfilter

Im Webshop nach Kriterien wie „extrovertiert“ oder „unentschlossen“ filtern? Bei Two Socks aus London kein Problem. Natürlich passt dies nicht zu jedem Onlineshop. Etwas mehr Kreativität bei Produktfiltern kann jedoch sicherlich nicht schaden. Schließlich soll das virtuelle Einkaufen Spaß machen, und man möchte sich von anderen Shops abheben.

Einmal geek-Socken bitte
Einmal geek-Socken bitte

Produktwissen schafft Vertrauen

Was ist im Produkt enthalten? Und wie funktionieren die einzelnen Komponenten? Der Anbieter von Transportsystemen Robstep verrät es seinen Kunden ganz genau – in einer interaktiven Grafik. Das schafft Vertrauen, gerade bei Produkten, die neu am Markt sind.

So weiß der Kunde vorher, was er kauft
So weiß der Kunde vorher, was er kauft

Lasst die Kunden sprechen..

Standard-Produktfotos mit den üblichen Models? Das war den Machern von Bow & Drape zu langweilig. Sie lichten lieber die stolzen Kunden in ihren Kleidern ab. Das wirkt nicht nur sehr sympathisch, sondern sorgt für kostenloses Marketing, wenn die Abgelichteten ihre Bilder in den sozialen Netzwerken teilen.

Direkt auf der Startseite: Die "Models" von Bow & Drape
Direkt auf der Startseite: Die „Models“ von Bow & Drape

Zurück zum Ursprung

Man präsentiert so oft seine Produkte, dass man die Herstellung, die Lieferanten oder die Materialien ganz vergisst. Dabei gibt es hier viel zu erzählen – entsprechend hochwertige Waren vorausgesetzt. Shoes of Prey macht genau das: Auf speziellen Landingpages, innerhalb der Produktpräsentation und mit kleinen Videos zeigt der Shop, warum die Produkte ihren Preis wert sind.

Auch der Designprozess wird in einem Video vorgestellt
Auch der Designprozess wird in einem Video vorgestellt

Alle Kunden abholen

Rent the Runway beweist Mut und positioniert sich: Das Team zeigt seine Kleider nicht nur an Frauen mit Mustergrößen, sondern auch anhand von „realistischeren“ Models (siehe die Vorschaubilder links im Screenshot). So kann sich jeder schon vorab vorstellen, ob das Kleid zur Figur passt, oder eben nicht. Auch die Produktbewertungen auf der Seite sind äußerst authentisch, da sie die Kunden und ihr Traumkleid gleich mit abbilden.

Große Größen werden mit abgebildet
Große Größen werden mit abgebildet

Networking

Auch Geox lässt die eigenen Kunden sprechen, und die Produkte in realistischen Situationen ablichten. Allerdings gleich geschickt verknüpft mit den sozialen Netzwerken.

Das teilt man doch gerne
Das teilt man doch gerne

Mitgedacht

Endlich denkt mal jemand mit: Bei oipolloi sieht man schon beim Mouseover, ob die Hose noch in der gewünschten Größe vorhanden ist. Das spart Zeit und Nerven – eine schöne zusätzliche Alternative zu Produktfiltern.

Noch verfügbar? Nein? Dann vielleicht die nebendran..
Noch verfügbar? Nein? Dann vielleicht die nebendran..

Groß, größer…

… am größten. Converse rückt seine neue Produktpalette mit Fotos in den Fokus, die den gesamten Bildschirm einnehmen. So scrollt man sich durch die gesamte Produktpräsentation. Das ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, macht aber große Lust auf das Endprodukt.

Ein kleiner Auszug aus der kompletten Produktseite
Ein kleiner Auszug aus der kompletten Produktseite

Lebenswelten

In einem „Lookook“ präsentiert Desigual seine Protagonistinnen in einer typischen Desigual-Lebenswelt. Mit Urlaubskoffer, dessen Inhalt, schönen Bildern vor Ort und weiterem mehr. Das erzählt in bunten großflächigen Bildern eine kleine Geschichte. Und Verkaufen hat immer etwas mit Geschichten erzählen zu tun, im Fachjargon auch Storytelling genannt.

In der bunten Welt dürften sich die typischen Kunden von Desigual wiedererkennen
In der bunten Welt dürften sich die typischen Kunden von Desigual wiedererkennen

Lebensnahe Bundles

Immer mehr Paare betreiben gemeinsam einen Sport oder ein Hobby. Das hat sich wohl auch der On Running-Shop bei seiner „His & Her Combo“ gedacht. Einfacher und besser kann man eine spezielle Kundengruppe wohl kaum ansprechen.

Eine schöne Idee: Produktbundles für Paare
Eine schöne Idee: Produktbundles für Paare

Eine Frage der Perspektive

Ein kleines Detail in der Produktübersicht von Tommy Hilfiger: Beim Mouseover wechseln die Fotografien in eine leicht andere Perspektive. Das wirkt lebendig, schafft Interaktion, und lenk dennoch nicht zu sehr vom eigentlichen Produkt ab. Eine schöne Idee, die mit wenig Aufwand umzusetzen ist.

Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik im Webshop
Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik im Webshop

Mutig.

Noch einfacher zu realisieren sind Produktbilder, die einfach nur außergewöhnlich und mutig sind, was die Auswahl des Hintergrunds bzw. des Settings anbelangt. Bei jungen Zielgruppen dürfte das gut ankommen.

Ein Produktfoto vom stillen Örtchen? Wieso nicht.
Ein Produktfoto vom stillen Örtchen? Wieso nicht.

Der rote Faden

Made in Days erzählt auf einem One-Pager die komplette Geschichte, die hinter dem Produkt steht. Auch hier sprechen fast nur Bilder. Diese müssen dementsprechend hochwertig sein, doch dann können sie den Verkauf deutlich ankurbeln. Für Produkte, bei denen der Designaspekt im Vordergrund steht, ist das fast schon ein Muss.

Links ein Auszug, rechts die komplette Seite.
Links ein Auszug, rechts die komplette Seite.

Das Fazit

Wenn man sich privat durch das Netz bewegt, stolpert man über sehr viele negative aber eben auch positive Beispiele, was die Präsentation von Produkten anbelangt. In beiden Fällen solltest du kurz innehalten, und dir die Frage stellen: Was kann ich aus dieser Situation für meinen eigenen Onlineshop ableiten? Wo bin ich bereits gut aufgestellt, wo gibt es aber auch noch Nachholbedarf? Nur so gelingt es, den so wichtigen Außenblick auf den eigenen Shop zu bewahren.

Übrigens: Es lohnt sich, beim „Surfen“ immer wieder auch einmal die englischsprachigen Originale der großen Anbieter aufzurufen. Nicht selten handelt es sich bei den zugehörigen DE-Seiten um abgespeckte Ableger, die weit weniger innovativ gestaltet sind. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie man die Produktpräsentation mit Storytelling und Content Marketing aufpeppt, dann empfehle ich dir diesen Blogbeitrag auf MarketPress.

Du kennst weitere gute Beispiele für tolle Produktpräsentationen und zielführende Onlineshops? Dann nenne diese gerne in den Kommentaren.

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Redakteur bei MarketPress. Blogger aus Leidenschaft, Corporate Blog & Content Marketing Trainer, Buchautor (u.a. "Blog Boosting"). Mit-Organisator des WP Camp Berlin.

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