WooCommerce Wochenrückblick #14: Shop-Optimierung, 2.6-Nachwehen und WooMeetup

Die Struktur deines WooShops lässt sich mit Bordmitteln verbessern. Und: In Frankfurt entsteht das erste regelmäßige WooCommerce-Meetup. Dies und mehr in unserem Wochenrückblick.

Zielführende Struktur im Onlineshop

In WordPress bzw. WooCommerce sorgen Taxonomien (Kategorien, Tags und Attribute bzw. Produkt-Eigenschaften) dafür, dass du deine virtuelle Verkaufsbühne richtig strukturieren und damit optimieren kannst. Und das ist extrem wichtig. Wir alle kennen Onlineshops, die so überfrachtet und chaotisch gestaltet sind, dass das Einkaufen keinen Spaß macht.

Von der Wahl der „richtigen“ Kategorien und sonstigen Attribute hängt also ab, wie erfolgreich dein Shop ist. WooThemes gibt in einem Blogbeitrag zu WooCommerce-Taxonomien zahlreiche Tipps zur Verbesserung. Ein paar Beispiele:

  • Gerade bei den Kategorien ist weniger oft mehr. Sprechende Bezeichnungen sorgen dafür, dass deine potenzielle Kunden auch tatsächlich in den Shop eintauchen. Die Suche nach speziellen Produkten sollte besser über Subkategorien, Filtermöglichkeiten oder Tags vorgenommen werden, statt über zu viele Hauptkategorien.
  • Wenn deine Besucher das Gefühl haben, in jeder Kategorie über die immer gleichen Produkte zu stolpern, dann stimmt die generelle Shop-Struktur nicht. Hier hilft unter Umständen nur eine komplette Neuorganisation.
  • Nicht jede Kategorie und vor allem nicht jeder Tag muss in deinem Frontend tatsächlich zur Auswahl angezeigt werden. Manche kann man auch rein als steuerndes Element nutzen, quasi im Hintergrund, um bestimmte Navigationslogiken oder eine individuelle Content-Zusteuerung abzudecken.
  • Ebenso können Taxonomien „versteckt“ dabei helfen, die Shop-Suche oder das Shop-SEO zu verbessern. Der Beitrag von WooThemes nennt hierzu einige Beispiele aus der Praxis.
  • WooCommerce enthält mehrere Widgets, mit dem sich deine Shop-Navigation individuell gestalten lässt. Auch auf die richtige Nutzung dieser geht das Tutorial ein.
Oft unterschätzt: Die Möglichkeiten der Widgets von WooCommerce
Oft unterschätzt: Die Möglichkeiten der Widgets von WooCommerce

Es lohnt sich, die Hinweise von WooThemes in Ruhe zu studieren. Vor allem dann, wenn du neu mit einem Webshop starten möchtest, oder wenn ein Relaunch deines vorhandenen Projekts bevorsteht.

Nur wenige Bugs bei WooCommerce 2.6

Obwohl es sich bei WooCommerce 2.6 um ein größeres Release handelt, und die Nervosität bei den vier Betaversionen zu spüren war, verlief das Update bei den meisten Nutzern relativ reibungslos. Mit der Version 2.6.1 wurde zudem bereits der erste Hotfix bereitgestellt.

Über folgende Probleme berichteten einzelne Nutzer:

  • Bei einigen konnte das Update nicht angestoßen werden, siehe die Hinweise hier.
  • Die Kombination „Währungen mit Kommata statt Punkten und manuelle Anlage von Bestellungen im Backend“ warf einen Fehler aus. Dieser ist in der aktuellen Version behoben.
  • Bei kostenfreien Produkten, deren Versand jedoch bezahlt werden muss, gab es Schwierigkeiten im Zusammenspiel mit PayPal.
  • Teilweise stimmt die Anzahl der angezeigten Produkte auf den Produkt-Übersichtsseiten nicht mehr. Dann solltest du diesen Hinweis lesen.
  • In seltenen Fällen wurde berichtet, dass sich mit dem Update Produktvarianten und -Kategorien duplizierten.

Wie bei jedem WooCommerce-Update gab es zudem zahlreiche Berichte zu nicht übersetzten Strings im Front- und Backend. Das liegt schlicht daran, dass die DE-Version zum Zeitpunkt des Release noch nicht zu 100 Prozent fertig übersetzt war. Wir plädieren an dieser Stelle gerne ein weiteres Mal dafür, sich an den Übersetzungen zu beteiligen.

Wie bei jedem größeren Update üblich, so kam es trotz der stabilen Hauptversion zu zahlreichen Problemen mit externen Erweiterungen/Plugins. Ob eines deiner Plugins möglicherweise betroffen ist, und ob es schon eine Lösung hierfür gibt, das kannst du hier nachlesen. Unsere eigenen Plugins und Themes haben wir bereits erfolgreich mit der aktuellsten Version von WooCommerce getestet.

Produktvarianten attraktiv gestalten

Die Vase gibt es nicht nur in gelb sondern auch in blau und grün? Oder der Download ist in verschiedenen Formaten erhältlich? Variable Produkte sind ein mächtiges Werkzeug, um deinen Kunden mehr Auswahl zu geben, ohne jedes Mal ein neues Produkt anlegen zu müssen. Und ist die eine Variante ausverkauft, dann entscheidet sich der Nutzer vielleicht dennoch für die andere.

Doch wie lässt sich ein Käufer auf dieses Spiel ein, und legt möglicherweise gar gleich mehrere Produkte in den Warenkorb? Das hängt sehr davon ab, wie gut du jede einzelne Variante präsentierst. Der Beitrag Best practices for displaying your product variations von WooThemes hat hierzu einige tolle Ideen aufbereitet. So kannst du die Bezeichnungen und Bilder der jeweiligen Unterprodukte möglichst sprechend aber auch genau gestalten. Oder du wertest die Darstellung der Variationen selbst auf, mit Plugins wie Variation Swatches and Photos. (hier eine Live-Demo der Erweiterung.)

Eine optimierte Darstellung mittels "Variation Swatches and Photos" (Bild © WooThemes)
Eine optimierte Darstellung mittels „Variation Swatches and Photos“ (Bild © WooThemes)

Weitere Möglichkeiten sind:

  • Gestalte eine grafische Übersicht, die darstellt, wodurch sich die Varianten unterscheiden. Etwa eine Größentabelle bei Kleidungsstücken. Das hilft dem Käufer dabei, sich zu orientieren.
  • Plugins wie Bulk Variation Forms erlauben es, mehrere Varianten in unterschiedlichen Stückzahlen auf einmal in den Warenkorb zu legen.
  • Überlege genau, welche Variante du als Standard angibst. Idealerweise jene, die auch am meisten gekauft wird. Das ist vor allem dann wichtig, wenn sich die Varianten in Form oder Farbe stark unterscheiden.
  • Generell solltest du die Produkttexte ebenfalls sehr plastisch gestalten. Denn die Produktbilder der einzelnen Variationen sehen deine Besucher erst dann, wenn sie eine solche auswählen.
  • Standard-Bilder, die mehrere oder alle Varianten zeigen, können ebenfalls geeignet sein, um den Verkauf anzukurbeln. Dann musst du dem Kunden jedoch deutlich machen, dass er jeweils nur ein Produkt bzw. nur eine Variante erhält.

WooCommerce Meetup in Frankfurt

Das sehr rege WordPress Meetup in Frankfurt – unter anderem Organisator des WordCamps im September – startet mit dem ersten regelmäßigen WooCommerce-Treffen in Deutschland. Zunächst findet das Frankfurter Meetup im 2-Monats-Rhythmus statt. Es richtet sich sowohl an EntwicklerInnen als auch an Shopbetreiber und Anwender. Der erste Termin für das Treffen ist Mittwoch der 6. Juli 2016. Weitere Informationen zu dem Meetup und zur Anmeldung findest du hier.

Nachdem es im vergangenen Jahr bereits den Versuch gab, regelmäßige WooCommerce-Stammtische zu etablieren, wünschen wir den Organisatoren aus Frankfurt viel Erfolg. Wie das Beispiel der sehr erfolgreichen WordPress-Meetups und WordCamps zeigt, profitiert die gesamte Community von einem solchen Austausch. Und auch das Shopsystem selbst: Beispielsweise durch Anlaufstellen für neue Anwender, gemeinsame Plugin-Projekte, Erweiterungen für den deutschsprachigen Markt oder durch eine bessere Übersetzung von WooCommerce.

Auch in der Schweiz/Zürich wird es vermutlich weitere lokale WooCommerce-Treffen geben. Wer hier auf dem Laufenden bleiben will, kann sich in den Verteiler der entsprechenden Meetup.com-Gruppe eintragen.

Was sonst noch geschah…

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Redakteur bei MarketPress. Blogger aus Leidenschaft, Corporate Blog & Content Marketing Trainer, Buchautor (u.a. "Blog Boosting"). Mit-Organisator des WP Camp Berlin.

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