Checkliste: Wie wähle ich das richtige WordPress Theme aus?

Das richtige Blog- oder Shop-Theme für WordPress auszuwählen, ist keine ganz leichte Aufgabe. Unsere Anleitung zeigt dir, worauf du achten solltest.

An der Bandbreite möglicher Themes scheitert es nicht: Unzählige Templates für WordPress und WooCommerce warten auf ihren Einsatz. Doch oftmals merkt man erst nach einer Umstellung, dass das neue Theme doch keine so gute Wahl war. Das Design lässt sich nicht wie gewünscht anpassen, Bugs werden nicht beseitigt oder der Support lässt zu wünschen übrig? Dann ist guter Rat schnell teuer.

Hier unsere Liste der wichtigsten Kriterien, die du vor einer Installation oder vor einem Kauf überprüfen solltest:

1. Einsatzzweck

Wenn du ein Theme wählst, dass grundsätzlich zu deinem Projekt oder zu deinem Geschäftsmodell passt, ersparst du dir schon einmal viel Arbeit. Mittlerweile gibt es sehr viele spezialisierte Templates. Beispielsweise für:

  • Blogs/Onlinemagazine und Corporate Blogs
  • Firmenpräsenzen bzw. Corporate Websites
  • Portfolio- oder Showcase-Themes zur Darstellung von kreativen Projekten, Agenturlösungen, Designs und Dienstleistungen
  • Verzeichnisse und Listings
  • Foren
  • Onlineshops mit WooCommerce
  • Persönliche Seiten im About.me-Stil oder für Lebensläufe
  • Verkaufsoptimierte Landingpages

Die Fokussierung auf Nischenthemen geht mittlerweile sogar noch weiter:

  • Mit Themes speziell für Foodblogger, Reiseblogger etc.
  • Für bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Architekten, Künstler, Techniker
  • Oder für Einsatzzwecke wie den Modeshop, den E-Book-Vertrieb, das Elektronikmagazin oder die Tourismusregion

Der Vorteil solcher Designs liegt auf der Hand. Durch ihre Gestaltung (Farben, Bildwelt) aber auch durch die enthaltenen Funktionen passen sie sich ihrem Zweck optimal an. Gleichzeitig engt man sich mit einem Nischen-Theme unter Umständen zu sehr ein. Beispielsweise dann, wenn sich bei einer Neugründung das Geschäftsmodell noch ändern kann, oder wenn du später zusätzliche Leistungen mit anbieten möchtest.

Ein Theme speziell für den Reiseblog? Die Suche auf wordpress.org funktioniert hauptsächlich über englische Stichwörter
Ein Theme speziell für den Reiseblog? Die Suche auf wordpress.org funktioniert hauptsächlich über englische Stichwörter

Umgekehrt macht es in der Regel nur wenig Sinn, ein spezialisiertes Template zu verwenden, das eigentlich für einen anderen Einsatzzweck gedacht ist. Selbst wenn das Grunddesign zu deinem Vorhaben passt, wirst du früher oder später bestimmte Einschränkungen feststellen. Achte generell darauf, wie klein die Nische ist, für das ein Theme angeboten wird. Mit der Zeit könnten die Entwickler das Interesse daran verlieren, einen so kleinen Markt zu bedienen oder weiterhin Updates zu erstellen.

2. Pro-Themes versus kostenfreie Themes

Die klassische Frage: Soll man nun für ein Theme bezahlen oder nicht? Bei kommerziellen Templates – sogenanten Pro-Themes – ist ein professioneller Support meist mit enthalten. Du erhältst also nicht nur das Template selbst, sondern wirst bei der Einrichtung und (bis zu einem gewissen Rahmen) bei der Erweiterung unterstützt. Regelmäßige Updates sowie eine sehr gute Quellcode-Qualität sollten für ein Pro-Theme selbstverständlich sein. Das sorgt für Sicherheit aber auch für eine gute Performance. Deswegen eignen sich gute (dazu später mehr) kostenpflichtige Themes vor allem für Einsteiger. Oder für jene, die nicht viel Zeit haben, um ein kostenfreies Design weiterzuentwickeln.

Der Support gehört zu den wichtigsten Vorteilen kostenpflichtiger Themes
Der Support gehört zu den wichtigsten Vorteilen kostenpflichtiger Themes

Das bedeutet nicht, dass kostenlose Themes nicht ebenfalls sehr hochwertig sein können. Allerdings ist dort die Bandbreite deutlich höher, was die Qualität aber auch Aktualität anbelangt. Das solltest du beim Auswahlprozess berücksichtigen. Schau dir zudem die Anbieter von Pro-Themes gut an. Auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Wenn möglich, wähle einen deutschsprachigen Anbieter. Das wird sich nicht nur beim Support auszahlen. Eine weitere gute Möglichkeit: Frage andere Blogger und Webseitenbetreiber, mit welchen Theme-Schmieden sie gute Erfahrungen gemacht haben.

Disclaimer: Wir sind selbst Anbieter von Pro-Themes für WooCommerce und WordPress. Von daher sind wir überzeugt von dem Modell. Gleichzeitig wissen wir, dass es auch sehr gute freie Templates gibt.

3. Populäre versus „seltene“ Themes

Wie oft wurde ein freies Theme heruntergeladen? Und wie oft kommt ein bestimmtes kostenpflichtiges Template zum Einsatz? Beliebte Designs haben einen klaren Vorteil: Sie werden meist intensiver von ihren EntwicklerInnen gepflegt, oder es gibt dazu Erweiterungs-Tipps und „Hacks“ aus der Community. Auch wenn ein Entwickler sein Theme aufgibt, ist die Chance größer, dass ein anderer übernimmt.

Andererseits gibt es bereits einige Designs und Anbieter, die so populär sind, dass man ihnen gefühlt „an jeder Ecke“ im Netz begegnet. Gerade, wenn du mit deinem Auftritt Geld verdienen möchtest oder dieser dein Unternehmen repräsentiert, wird es dann schnell schwierig. Ein einprägsames Design, das über einige Alleinstellungsmerkmale verfügt, ist für ein erfolgreiches Marketing sehr wichtig. Schließlich sollen deine Besucher unbewusst sofort merken, dass sie bei dir „gelandet“ sind, und nicht bei einem Mitbewerber.

Hinweis: Wer von Anfang an besonders hochwertig und individuell auftreten möchte, kann sich natürlich auch sein eigenes Theme entwickeln lassen. Das Budget hierfür kann aber schnell in den niedrigen fünfstelligen Bereich und auch höher gehen. Zumindest dann, wenn man Profis engagiert, was die deutlich nachhaltigere Strategie ist – und im Endeffekt auch die kostengünstigere.

Ganz Ähnliches gilt im Übrigen für die Entscheidung „neue“ versus „bewährte“ Themes. Natürlich sollte man ganz neuen Themes und ihren Anbietern eine Chance geben. Falls diese bislang jedoch noch kein Theme veröffentlicht haben, lohnt es sich manchmal abzuwarten, ob andere Nutzer von Problemen mit dem Template berichten.

4. Funktionen

Der generelle Einsatzzweck lässt sich im Detail auf einzelne Funktionen herunterbrechen, die dein Wunsch-Theme unterstützen sollte. Stell dir dabei Fragen wie:

  • Muss es wirklich ein Slider auf der Startseite sein, oder reichen eine geschickte Navigation sowie sonstige weiterführende Elemente, um die wichtigsten Inhalte/Produkte effizient darzustellen?
  • Steht der Blog-Content im Vordergrund, was für eine Startseite im Magazin-Stil spricht? Oder brauche ich eine Art Showcase-Box für meine Produkte und Dienstleistungen?
  • Unterstützt das Theme eine Lösung für Mehrsprachigkeit, um internationale Projekte umzusetzen?
  • Für Onlineshops: Sollen auf der Startseite einige wenige Bestseller im Vordergrund stehen, oder eine filterbare Auswahl an Produkten?
  • Brauchen Blog oder Shop eine oder gar mehrere Sidebars, um die gewünschten Inhalte unterzubringen (Beachte: Weniger ist manchmal mehr)
  • Falls keine Sidebar zum Einsatz kommen soll: Gibt es die Möglichkeit, interne Werbemittel etc. innerhalb des Content-Bereichs unterzubringen, etwa über frei definierbare Boxen/Widgets/Shortcodes
  • Welchen Platz und welche Funktionen benötige ich für die Social-Media-Anbindung, das Newsletter-Abo, die internen Verlinkungen, eine Suchfunktion, Filter für den Webshop etc.
  • Will ich einen FAQ-Bereich, ein Forum, Landingpages oder Testimonials (Kundenstimmen) integrieren
  • Wo und wie kann ich mich und mein Team präsentieren, sind Autorenboxen in den Beiträgen vorgesehen, welche Möglichkeiten der Kontaktaufnahme gibt es
  • Welche und wie viele Menüs sind vorgesehen, wie und in welcher Größe werden Bilder eingebunden
  • Welche Templates („Post Formats“) für die Seiten und den Blog gibt es (Standard-Posts, Zitate, Bildergalerien etc.), existiert ein Format für Sticky-Posts, welche vordefinierten Gestaltungsmöglichkeiten gibt es für Content-Boxen, Buttons, Tabellen u.v.m.
Kleine, aber feine Details: Post Formats für unterschiedliche Inhaltsformen machen dir die Arbeit leichter
Kleine, aber feine Details: Eigene Post Formats für unterschiedliche Medien machen dir die Arbeit leichter

Wichtig dabei ist: Nicht all diese Funktionen müssen vom Theme selbst bereitgestellt werden. Oftmals ist es gar deutlich zielführender und performanter, wenn Plugins einzelne Aufgaben übernehmen.

Tipp: Wenn du ein Design gefunden hast, dass deinen sonstigen Anforderungen entspricht, dann Frage den/die EntwicklerIn, wie sich weitere Bausteine hinzufügen lassen. Ein professioneller Anbieter wird dir dabei auch gleich jene Erweiterungen empfehlen, die zum Theme passen/mit diesem getestet wurden.

5. eCommerce

Für Onlineshops, die auf WordPress basieren, ist WooCommerce die beliebteste Wahl. Mittlerweile ist es die erfolgreichste eCommerce-Lösung überhaupt.

Ein Theme für WooCommerce ist im Prinzip nichts anderes, als ein erweitertes WordPress-Theme. Es sorgt dafür, dass Shop-spezifische Elemente wie die Produktübersicht, der Warenkorb, der Kaufprozess etc. richtig abgebildet werden. Um eine dauerhafte Kompatibilität zu gewährleisten, solltest du ein Template wählen, dass explizit für WooCommerce konzipiert wurde.

Spezielle WooCommerce-Themes findest du unter anderem hier:

Unser eigener Marktplatz für WooCommerce Themes
Unser eigener Marktplatz für WooCommerce Themes

6. Kompatibilität

Jedes Theme sollte stets mit der neusten Version von WordPress kompatibel sein. Und – im Falle von Shop-Themes – mit der aktuellen WooCommerce-Version. Idealerweise gibt es unmittelbar nach solchen Versionssprüngen ein Update. Zumindest bei größeren Versionssprüngen oder bei sicherheitsrelevanten Änderungen.

Zu beurteilen, wann ein Theme ein Update benötigt oder nicht, ist für den einfachen Anwender gar nicht so einfach. Ist der sogenannte Changelog frei zugänglich, kannst du unter Umständen herauslesen, wie intensiv ein Template gepflegt wird. Erfolgte hier über Monate oder gar Jahre keine Aktualisierung, dann heißt es meist: Finger weg. Auch öffentlich zugängliche Supportforen zeigen dir, ob es nach einem Versionssprung von WordPress/WooCommerce gehäuft zu Fehlermeldungen mit dem Theme kommt.

7. Responsive/Mobiloptimiert

Heutzutage muss jedes Theme für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert sein („responsive“). Du verlierst ansonsten einen Großteil deiner Besucher. Und du verärgerst Google & Co.

Nicht immer kannst du den Angaben der Hersteller eines Themes vertrauen. Vereinfacht gesagt gibt es verschiedene Varianten, um ein Template responsive zu gestalten – aufwendige und weniger aufwendige. Zudem kann es erforderlich sein, dass das Theme angepasst werden muss, wenn neue Browser-Versionen oder mobile Gerätegenerationen auf den Markt kommen. Idealerweise testest du ein Theme vorab auf verschiedenen mobilen Endgeräten. Hierfür stellen die meisten Entwickler online abrufbare Demoinstallationen zur Verfügung.

Eine andere Variante ist der Test mittels Diensten wie „Am I Responsive?„. Hier ein kleines Beispiel anhand unseres eigenen Themes „München“:

Am I Responsive? Der gleichnamige Dienst zeigt ein Theme auf verschiedenen Endgeräten an.
Am I Responsive? Der gleichnamige Dienst zeigt ein Theme auf verschiedenen Endgeräten an.

Die Überprüfung mit solchen Diensten ist jedoch deutlich ungenauer, als wenn du das mobile Verhalten selbst ausprobierst.

8. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Manche Theme-Anbieter werben damit, dass ihre Templates mit bereits integrierten SEO-Features ausgestattet sind, durch die sich beispielsweise die Metadaten von Blogbeiträgen individuell beziehungsweise teilautomatisiert gestalten lassen. Andere WordPress-Experten plädieren dafür, solche Aufgaben lieber einem Plugin wie etwa wpSEO oder Yoast SEO zu überlassen.

Was für eine Lösung mittels Plugins spricht: In diese speziellen Helferlein fließt meist deutlich mehr SEO-Expertise, als sie der durchschnittliche Theme-Entwickler aufbringen kann. SEO-Entwickler reagieren zudem schneller auf die ständig wechselnden Trends bei Google & Co. Sprich: Wenn ein Theme einmal als SEO-freundlich ausgezeichnet wurde, muss es dies Wochen oder gar Monate später längst nicht mehr sein.

Nichtsdestotrotz muss jedes Theme eine Seitenstruktur ausgeben, die für Suchmaschinen möglichst leicht zu lesen ist. Das fängt bei der richtigen semantischen Auszeichnung von Überschriften an, und hört bei einem möglichst performanten Seitenaufbau auf.

Weitere hilfreiche Hinweise zum Thema findest du hier:

Tools wie PageSpeed Insights lassen sich zumindest teilweise dazu verwenden, eine Theme-Demo zu testen. Allerdings hängen die Ergebnisse nicht nur vom Theme selbst, sondern auch von der Gestaltung der Demo (verwendete Bilder etc.) sowie dem Test-Server ab.

9. Erweiterbarkeit: Administrieren oder selbst entwickeln?

Es gibt Themes, die einem kompletten Homepage-Baukasten gleichen. Über eine eigene Oberfläche lassen sie sich auch durch Laien so weit im Design sowie dem Seitenaufbau anpassen, dass hierdurch theoretisch unendlich viele Varianten möglich sind. Das klingt zunächst gut, bringt aber einige Nachteile mit sich:

  • Die Fülle an Funktionen, von denen meist nur ein Bruchteil genutzt wird, bremst die Performance sehr schnell aus.
  • Komplexe Themes benötigen in der Regel deutlich mehr Wartung und auch Updates. Zudem kann es bei einem Versionssprung von WordPress/WooCommerce schneller zu Problemen kommen.
  • Schnell klickt man sich ein Design zusammen, dass deutlich vom ursprünglichen Erscheinungsbild abweicht, hierdurch aber auch unstimmig und zusammengewürfelt aussieht. Und schon ist man nicht mehr zufrieden mit dem eigentlich „schönen“ Design. Nicht umsonst verbringen erfahrene Theme-Webdesigner viel Zeit damit, ein bestimmtes Template bis ins letzte Detail durchzuplanen.
  • Baukasten-Themes, die man sehr umfassend „zusammenklicken“ kann, lassen sich dafür oftmals nur schwer selbst weiterentwickeln (dazu gleich mehr)
Mit dem Theme Customizer von WordPress lassen sich die meisten Themes grundlegend anpassen
Mit dem Theme Customizer von WordPress lassen sich die meisten Themes grundlegend anpassen

WordPress-Puristen raten deswegen dazu, lieber auf ein Theme zu setzen, das nur in einem begrenzten Rahmen administrativ anpassbar ist. Dafür läuft dieses schneller und stabiler. Dann musst du dir vorab aber umso mehr Gedanken machen, ob das Design wirklich zu deinem Projekt passt.

Hinweis: Mit guten WordPress-Kenntnissen kannst du ein Theme auch selbst anpassen. Oder du suchst dir jemanden, der dies für dich übernimmt. Achte dann darauf, dass das Theme der Wahl sogenannte Child-Themes unterstützt. Hierdurch ist es leichter erweiterbar und vor allem zukunftssicher.

10. Sind Zusatzplugins notwendig?

Manche Theme-Demos sind äußerst schick und umfangreich, verschweigen aber, dass für den abgebildeten Funktionsumfang zusätzliche Plugins installiert werden müssen. Das ist an sich kein Problem, solange:

  • Die Zusatzplugins nicht kostenpflichtig sind, bzw. solange dies offen angegeben wird und dennoch in deine Budgetplanung passt
  • Passende Erweiterungen vorgeschlagen werden
  • Die Entwickler dafür sorgen, dass diese auch zukünftig vom Theme unterstützt werden
  • Es sich um bekannte Plugins handelt, die regelmäßige Updates erfahren

Typische Features, die gerne auf bereits vorhandene Plugins ausgelagert werden, sind beispielsweise Slider, Kontaktformulare oder die Anbindung an soziale Netzwerke. Es ist für dich sogar besser, wenn der Theme-Entwickler auf bewährte Add-ons vertraut, die er selbst nicht dauerhaft anbieten und warten könnte.

11. Vermarktung und Monetarisierung

Wenn du mit deinem Blog oder deiner WordPress-Seite Geld verdienen möchtest, bist du auf eine größtmögliche Reichweite angewiesen. Ein Theme sollte – neben einer suchmaschinenoptimierten Gestaltung – unter anderem über folgende Merkmale verfügen, damit du deine Inhalte optimal vermarkten kannst:

  • Passende Flächen sowie Widgets zur Platzierung von Werbebannern (die zum Teil immer noch recht gut funktionieren) und internen Werbemitteln
  • Einfache Einbindung von Tracking-Tools wie Google Analytics
  • Komfortables Weiterempfehlen von Beiträgen oder Produkten in den sozialen Netzwerken
  • Optional: Vordefinierte Templates zur Gestaltung von Landingpages
  • Widgets für die meistgelesenen oder meistkommentierten Beiträge
  • Die Verlinkung ähnlicher Beiträge am Ende der Blogartikel

Die letzten beiden angesprochenen Punkte tragen dazu bei, dass sich die Anzahl der gelesenen Beiträge je Besuch/Besucher erhöht. Umso höher ist dann auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Leser auf ein Werbemittel klicken, sich für deinen Neswletter anmelden, ein Produkt kaufen etc. Zudem gelten die Seitenaufrufe pro Besuch als wichtiger SEO-Faktor.

Hinweise, wie ein Shop-Theme gestaltet sein sollte, um den Umsatz anzukurbeln, findest du hier:

12. Support & Dokumentation

Vor allem bei einem Pro-Theme solltest du darauf achten, wie schnell, kompetent und umfassend der Support auf Anfragen reagiert. Falls die Supportforen nicht öffentlich zugänglich sind, hilft es, dem Anbieter eine „Vor dem Kauf“-Frage über die normale Kontaktmöglichkeit zu stellen. Reagieren die Entwickler daraufhin nicht oder nur unzulänglich, ist es mit dem späteren Support meist ebenfalls nicht weit her.

Wenn die Dokumentation frei zugänglich ist, erfährst du viele Details über das Theme
Wenn die Dokumentation frei zugänglich ist, erfährst du viele Details über das Theme

Frage zudem nach einer Dokumentation, und ob du diese bereits vor dem Kauf einsehen kannst. Aus dieser geht nicht nur der exakte Funktionsumfang hervor. Wenn die Anleitung zum Theme verständlich aufgebaut ist, erspart dir dies einigen Ärger bei der Einrichtung deines Blogs oder Shops. Letztendlich spart man sich mit einer guten Dokumentation oder mit einem umfassenden FAQ-Bereich Supportanfragen, wovon beide Seiten profitieren.

Hinweis: Bei kostenlosen Themes kannst du natürlich ebenfalls den Support oder die Dokumentation bewerten. Erwarte hier jedoch keine umfangreiche Hilfe bei der Einrichtung deines Portals. Der oder die EntwicklerIn hat bereits sehr viel für dich geleistet, wenn er dir ein Theme gratis zur Verfügung stellt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Dann kann er sich nicht noch umfassend um deine Fragen kümmern. Es sei denn, du beauftragst ihn gegen ein Entgelt.

13. Lieferumfang

Auch dieser Punkt gilt hauptsächlich für kostenpflichtige Templates. Kläre vor dem Kauf folgende Punkte, und hake notfalls beim Entwickler nach:

  • Wie lange läuft die Lizenz für das Theme? Unbefristet, oder muss sie nach einem bestimmten Zeitraum erneuert werden?
  • Für welchen Zeitraum sind Updates und Support enthalten?
  • Gilt die Lizenz für ein Projekt/für eine Domain oder für mehrere?
  • Sind Bilder aus den Demos, die du ebenfalls verwenden willst, enthalten? Wer hat die Rechte daran, oder können sie frei eingebunden werden?
  • Sind die wichtigsten Designelemente als Photoshop-Dateien (.psd), Vektorgrafiken u.ä. enthalten, so dass du sie bei Bedarf abändern kannst? Das gilt beispielsweise für Logos und Headergrafiken, die du abwandeln und weiterverwenden möchtest.
  • Erlaubt der Anbieter überhaupt, dass von ihm erstellte Grafiken abgewandelt und in deinem Projekt zum Einsatz kommen dürfen?

Gerade die genannten Punkte, die rechtliche Fragen ansprechen, solltest du auch bei jedem freien Theme abklären. Nur so vermeidest du die Gefahr unschöner Abmahnungen.

14. Bewertungen

Um die Qualität eines Themes generell einzuschätzen, eignen sich Bewertungen, wie sie etwa bei https://de.wordpress.org/themes/ vergeben werden können. Wenn dort viele Nutzer über Probleme berichten, die im Support nicht abgefangen werden, wirst du kaum Freude an deiner neuen Webseite haben.

Theme Bewertungen bei wordpress.org
Theme Bewertungen bei wordpress.org

Bei vielen Pro-Themes wird es schon schwieriger: Falls diese nicht in einem Marktplatz gekauft werden können, der Bewertungen zulässt, bleibt dir nur, in WordPress-Foren nachzuforschen. Oder du fragst andere Anwender und Entwickler um Rat, etwa bei einem WP-Meetup. Falls dich dies nicht weiterbringt, kannst du die Theme-Entwickler auch nach Referenzen fragen: Wo kommt dein Wunsch-Theme bereits erfolgreich zum Einsatz?

All die genannten Punkte zu berücksichtigen, ist ziemlich aufwendig. Doch schließlich handelt es sich beim Design um das zentrale Element deiner Webseite oder deines Onlineshops. Du solltest dir für die Auswahl also Zeit lassen. Damit es nicht gleich wieder heißt: Nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch.

Weitere Checklisten zur Theme-Auswahl findest du hier:

Dir fehlt ein Punkt in unserer Liste? Oder du hast Fragen und Anregungen zur Auswahl eines WordPress Themes? Wir freuen uns über deinen Kommentar.

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Redakteur bei MarketPress. Blogger aus Leidenschaft, Corporate Blog & Content Marketing Trainer, Buchautor (u.a. "Blog Boosting"). Mit-Organisator des WP Camp Berlin.

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Kommentare

7 Kommentare

  1. #1

    Grundsätzlich schon mal eine wirklich gute, ausführliche Liste. Ich komme aber um einige „Kritik“ nicht herum.

    Zunächst mal kann man es kaum oft genug erwähnen, dass die Suche nach einem möglicherweise zu den Anforderungen passenden Theme relativ weit hinten in der Projektplanung steht. „Ich möchte für mein Unternehmen XY eine Website. Welches Theme passt dazu?“ ist der völlig falsche Ansatz.

    Die Auswahl von Spezial-Themes halte ich oft für kompletten Unsinn. Ein Theme wird nicht automatisch zu einem „Fitness-Theme“ oder „Restaurant-Theme“ nur weil es in der Demo die entsprechenden Bilder zeigt. Da wird einem oft etwas vorgegaukelt, was nicht da ist. Sicherlich gibt es in bestimmten Branchen bestimmte Funktionen, die eine Website mitbringen muss (z.B. umfangreiche Suchfunktionen im Immobilienbereich). Hier muss man aber sehr genau hinschauen, ob die im Theme möglicherweise angebotenen Funktionen für den eigenen Zweck auch taugen.

    Und da sind wir auch schon beim Kernproblem. In den allermeisten Fällen sieht man einem Theme kaum an, was es wirklich kann und was nicht. Selbst erfahrene Personen können erst eine abschließende Beurteilung abgeben, wenn Sie das Theme mal live getestet haben. Das geht in der Regel nie. Der Laie ist aber vermutlich auch damit überfordert.

    Ob eine individuelle Entwicklung gleich in den 5-Stelligen Bereich abdriften muss sei dahingestellt. Dass es dann aber meist die günstigere Variante ist halte ich für eine gewagte Aussage.

    All die „Multipurpose“ Themes, die man bei Themeforest & Co kaufen kann sind meiner Meinung nach in der Regel für Laien sowieso ungeeignet, weil sie überfordern. Man kann aus diesen Themes sehr gute und performante Websites bauen – ich selbst gehe diesen Weg recht oft in Kundenprojekten – wenn man damit umzugehen weiß. Diese Themes sind eher für versierte Profis, die mit überschaubarem Aufwand und Budget zu hochwetigen Ergebnissen kommen müssen. Das geht, wenn man es kann.

    Was mir in dem Artikel komplett fehlt ist der deutliche Hinweis, dass man letztlich kaum darum herum kommt entweder selbst sehr, sehr, sehr viel Energie und Eigenleistung in ein Projekt zu stecken, um zu einem professionellen Ergebnis zu gelangen oder einen Profi zumindest mit Teilen der Umsetzung zu beauftragen. Oft fängt es schon damit an, dass künftige Websitebetreiber nicht mal hne Hilfe in der Lage sind, ihre Anforderungen klar zu formulieren. Sind die aber nicht klar und detailiert formuliert, wird aus der Website schnell ein Desaster und/oder eine Neverending Story.

    Nur weil sich jeder WordPress einfach und kostenlos herunterladen kann, ist noch lange nicht jeder in der Lage eine auch nur halbwegs professionelle Website zu schaffen. Zahlreiche Posts z.B in der G+ Community von WP Deutschland zeugen sehr deutlich davon.

    Ist auch gar nichts schlimmes. Nur verstehen müssen es die Menschen. Ich glaube, ich kann auch ganz gut autofahren, aber ich kann sicher keins entwerfen oder bauen.

    • #2

      @Michael: Danke für deinen sehr wichtigen und hilfreichen Input. Für kleinere Projekte, private oder semiprofessionelle Blogs kommt man mit einem – richtig ausgewählten – Theme schon sehr weit.

      Im Corporate Umfeld ist der Beitrag wohl eher für jene gedacht, die bereits Erfahrung mit WordPress-Projekten gesammelt haben, so dass sie grundsätzlich wissen, was auf sie zukommt. Und die dennoch zu ungenau an die Auswahl herangehen. Mir ist dies bei meinen eigenen Projekten recht oft passiert: Ich konnte ganz gut beurteilen, welche Arbeit auf mich zukommt. Und hatte am Ende doch das Gefühl, nicht genau genug bei der Recherche nach einem möglichst passenden Grund-Theme vorgegangen zu sein. Dann wechselte ich wieder, oder hatte jede Menge Arbeit. Denn natürlich: In der Regel muss man jedes Theme zumindest grundlegend anpassen. Das kann man entweder, oder man lässt es von einer geeigneten Fachperson machen.

      Andererseits bin ich immer wieder erstaunt, welche Projekte unsere eigenen Theme-Kunden „zaubern“, ohne allzu viel Arbeit hineinzustecken. Ein Gespür für Webdesign (die richtigen Farben, ein gutes Logo) kann da schon viel bewirken. Vielleicht ist es im WooCommerce-Umfeld aber auch einfacher, da die Zielvorgabe klarer umgrenzt ist. Und die Themes dementsprechend vorbereitet sind.

      „Nur weil sich jeder WordPress einfach und kostenlos herunterladen kann, ist noch lange nicht jeder in der Lage eine auch nur halbwegs professionelle Website zu schaffen.“

      -> Das trifft es sehr gut. Etwas anders formuliert, könnte man es gut an den Beginn der Checkliste stellen 😉 Was die Kostenrechnung für ein zu erstellendes Projekt anbelangt: Ich glaube, wenn man alle Aspekte berücksichtigen will (Planung, Webdesign, professionelle Entwicklung, SEO, responsive etc.) kommt man sehr schnell in den fünfstelligen Bereich. Zumindest dann, wenn es nicht die vier Standard-Seiten für den kleinen Dienstleister um die Ecke sein soll (die „Web-Visitenkarte“). Alles andere sind irgendwo auch Dumpingpreise. Wenn man bedenkt, dass früher eine kleine Werbekampagne schnell fünfstellig wurde, ist dies auch nicht „teuer“ sondern preiswert.

      Dass das von Externen erstellte Projekt auf Dauer günstiger ist meine ich im Vergleich dazu, dass man ein Standard-Theme von Extern ständig aufbohren und verbiegen lässt, obwohl es dann doch nie dem eigentlichen Wunsch entspricht. Aber hier muss man – je nach Theme – sicherlich beide Varianten genau miteinander vergleichen.

    • #5

      @Michael: Wow das war ja mal ein sehr guter und super geschriebener Kommentar. Musste ich einfach mal loswerden. Bin nämlich gerade dabei ein WordPress Theme für die Firma in der ich angestellt bin zu finden und das ist tatsächlich schwer.

      • #6

        Eben, weil es halt die falsche Richtung ist. Formuliert erst mal die Anforderungen und Erwartungen an Eure Website und dann geht es an die Umsetzung zu der dann möglicherweise auch die Themeauswahl gehört.

        Ich werde beim WordCamp in Nürnberg einen Lightning Talk dazu führen.

  2. #3

    Ich bin Laie, total und bin über meinen Hostinganbieter auf WordPress gestolpert. Ich habe nun für unsere Praxisseite angefangen eine Website zu
    gestalten. Meine eigene Seit habe ich mit Mit Magic Web gestaltet (muss nun auch reorganisiert werden), daher fühle ich mich mit dem Theam SELA zwar gut bedient, aber auch eingeengt was die Platzierung von Bildern und die Auswahl von Schriften und die Farbwahr angeht. Als Anfänger traut man sich halt nicht
    so beim Editor herumzufeilen und weiss auch nicht wo. Für mich wäre es also
    bei einem Thema wichtig in einer für mich verstehbaren Sprache zu erfahren,
    was genau ist möglich. Denn die Themen mit den schönen Bildern können alle
    begeistern, aber zeigen nicht die effektiven Möglichkeiten auf.

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