„Extrem gute Erfahrungen mit German Market“ – Interview mit Franz Sauerstein, Xciting Webdesign

Welche Projekte lassen sich gut mit WooCommerce umsetzen? Und welche Rolle spielt dabei das Thema Rechtssicherheit? Wir fragen Franz Sauerstein, Inhaber der WooCommerce-Agentur Xciting Webdesign.

Für einen deiner Kunden hast du einen vollautomatischen WooCommerce-Shop realisiert, mit zahlreichen Herausforderungen wie Buchungsbestätigungen, Terminplanung oder Verifikationssoftware. Wie sehr eignet sich das Shopsystem für solche komplexen Aufgabenstellungen? Kommt es dabei nicht schnell zu Konflikten zwischen den einzelnen Modulen bzw. Plugins?

Meiner Meinung nach eignet sich für WooCommerce nicht für alle, aber für sehr viele Anwendungsfälle. Natürlich muss man je nach Projekt entscheiden, ob WooCommerce und die Eigenheiten (und Macken) des Shopsystems zur Anforderung passen, oder ob eine andere Shoplösung oder sogar eine Eigenproduktion zielführender ist.

In Sachen Konflikten ist es in letzter Zeit gefühlt entspannter geworden. Nach der Übernahme von WooThemes wurde der Produktfokus und die Erweiterbarkeit deutlich verschärft, um Marktanteile zu gewinnen. Entwickler haben es jetzt leichter, Plugins für WooCommerce zu entwickeln. Nur bei manchen Speziallösungen für den deutschen Markt gibt es hin und wieder Ärger – aber meist ist das Problem mit einem alternativem Plugin oder ein paar Zeilen Code gelöst.

Du setzt das Thema „Rechtssicherheit“ bei deinen Kunden mit German Market für WooCommerce um. Welche Erfahrungen hast du hierbei gemacht? Welche Arbeit nimmt dir die Lösung ab? Und gibt es Punkte, die du dir bei dem Plugin noch zusätzlich wünschst?

Bis jetzt habe ich extrem gute Erfahrungen mit German Market für WooCommerce gemacht. Das Plugin nimmt mir die Konfiguration von deutschen Besonderheiten wie der Kleinunternehmerregelung, Hinweisen im Warenkorb oder Auszeichnungen ab.

Sehr gefreut habe ich mich über die neuen Funktionen rund um die Rechnungslegung. Das war bitter nötig. Ich schätze, dass mir das Plugin pro Projekt einen bis eineinhalb Arbeitstage erspart. Eine Funktion zur Erstellung von Lieferscheinen – am besten in einem zusätzlichem Plugin – oder für die Zahlung per SEPA-Lastschrift wäre genial (Wir arbeiten daran, Anmerkung der Redaktion 😉).

Welche sonstigen Plugins für WooCommerce nutzt du regelmäßig und kannst du für welchen Einsatzzweck empfehlen?

Bei so gut wie jedem Projekt benutzte ich Follow-Up Emails von WooThemes, um Bewertungen und mehr Umsatz zu generieren. Der Kunde erhält dann beim Eintreten bestimmter Kriterien, zum Beispiel nach Ablauf einer Zeitspanne, eine vorformulierte E-Mail. Sehr praktisch. Schön ist es aber natürlich auch, wenn man das direkt über Mailchimp oder Drip lösen kann.

Außerdem installierte ich standardmäßig immer den SOFORT Payment Gateway, damit die Online-Überweisung als Zahlungsweise den Kunden zur Verfügung steht. Damit gab es noch nie Probleme. Ein weiterer Standard ist bei uns die WooCommerce Google Analytics Integration, um den Shop auswerten und optimieren zu können.

Auch den Webshop für MB Events & Adventures hat Franz mit WooCommerce umgesetzt

Wie bist du mit unserem Support zufrieden? Wie wichtig ist es für deine Arbeit, Plugins von „heimischen“ Entwicklern zu nutzen, mit deutschsprachigemr Unterstützung?

Beim Support schätze ich, dass er schnell und hilfreich reagiert. Manchmal wünsche ich mir noch etwas mehr Empathie. Nicht jeder kennt sich im Plugin aus, da hilft es beim Support aus der Sicht des Anwenders zu denken. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, ich bin sehr zufrieden. Ob das Plugin von heimischen Entwicklern kommt – oder vom anderen Ende der Welt – ist mir eigentlich egal. Die Qualität muss stimmen, das Preis-/Leistungsverhältnis und der Support muss fix und erfolgreich arbeiten können.

Sind deine Kunden von sich aus sensibilisiert dafür, dass ein Webshop hierzulande rechtssicher gestaltet werden muss? Oder musst du hier jeweils noch Überzeugungsarbeit leisten?

Nein, die sind sich vollkommen bewusst, dass wir das hier alles ein bisschen komplizierter haben. Im Gegenteil: Man ist sehr froh, wenn auf eine bewährte Lösung zurückgegriffen werden kann.

Nutzt du bereits die neuen Funktionen von German Market wie Rechnungserstellung oder die Anbindung an Buchhaltungssysteme? Wird letzteres verstärkt von deinen Kunden angefragt?

Die Rechnungsstellung habe ich in den ersten Shops aktiviert, der Relaunch des Shops meiner Schwester, janas-stillkugeln.de, ist auch fällig. Aber wie das so ist: Erstmal muss die zahlende Kundschaft bedient werden. 😉

Die Anbindung des Buchhaltungssystem wird nicht nachgefragt, aber mit offenen Armen begrüßt. Als Berater ist es meine Aufgabe, die Umsätze meiner Kunden zu steigern und die Kosten zu drücken. Wenn da ein Arbeitsschritt automatisiert werden kann, zahlt sich das langfristig aus.

Stellst du in diesem Zusammenhang ebenfalls fest, dass WooCommerce immer mehr auch für größere Shop-Projekte angefragt wird?

Auf jeden Fall. WordPress ist kein reines Bloggingtool mehr, sondern ein ausgereiftes CMS. Selbst in größeren Unternehmen, wo TYPO3 und Drupal vorherschten, wird mehr und mehr auf WordPress gesetzt. Die Bedienung ist einfach nativ eingängiger. Das spart Kosten für Schulung und Fehler.

TYPO3 muss oft erst angepasst werden, damit auch weniger versierte Endanwender es nutzen können. Da ist es nicht verwunderlich, dass im selben Zug WooCommerce für große Shops ohne Zögern genutzt wird.

Sind manche deiner Kunden skeptisch, wenn du mit WordPress und WooCommerce als Lösung für einen Onlineshop ankommst? Und wie nimmst du ihnen derartige Sorgen und Vorbehalte?

Nein, überhaupt nicht. Wir verstehen uns aber auch nicht als Entwickler oder Webagentur – sondern als Experten für WordPress & WooCommerce, die mittelständischen Unternehmen helfen, mehr Umsatz zu generieren. Im Gegensatz zu anderen Online-Marketern verwenden wir einen datenbasierten Ansatz, um verborgene Profite zu realisieren. Das geht nicht ohne einen Fokus auf Umsätze und Kosten. Mit welchen Werkzeugen wir die Erfolge für unsere Kunden generieren ist dann kein Thema mehr.

Wie bist du überhaupt zu WordPress und dann zu WooCommerce gekommen, was überzeugt dich bei den beiden Systemen?

Franz Sauerstein

2012 habe ich Xciting Webdesign gegründet. Meine erste Website baute ich mit WordPress. Das System hat mich überzeugt, aber ich wollte sehen, ob es noch besseres gab. Ich wurde nicht fündig. Nach ein paar Projekten mit TYPO3 und Drupal schwenkte ich ganz auf WordPress um. Da folgte natürlich WooCommerce – logisch.

Ein paar Worte zu dir und deiner Agentur?

Ich bin Experte für WooCommerce & Online Marketing und helfe mittelständische Unternehmen dabei, mehr Gewinn durch Online-Kanäle zu generieren. Mein Unternehmen Xciting Webdesign arbeitet seit 2014 exklusiv mit Webshops, die auf WooCommerce basieren. Seitdem spreche, schreibe und lehre ich über WooCommerce und die die Gewinnoptimierung von Unternehmen rund um Online-Shops und Webseiten.

Du hast Fragen an Franz, wie er bestimmte Projekte realisiert hat, oder rund um seine Lösungen? Dann stelle diese gerne in den Kommentaren.

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Redakteur bei MarketPress. Blogger aus Leidenschaft, Corporate Blog & Content Marketing Trainer, Buchautor (u.a. "Blog Boosting"). Mit-Organisator des WP Camp Berlin.

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Kommentare

1 Kommentar

  1. #1

    Hi!
    Du hast Fragen rund um WooCommerce, die Prozesse innerhalb meiner Agentur oder Enten? Scheu dich nicht und schreibe sie hier einfach drunter, ich antworte auf jede Frage. 🙂

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