WooCommerce Wochenrückblick #22: Woo 2.7, SEO und Zukunftspläne

Bei WooCommerce tut sich was, nicht nur mit der neuen Version. Und auch SEO-mäßig ist das Shopsystem gut aufgestellt. Dies und mehr in unserem Wochenrückblick.

Betaversion von WooCommerce 2.7 veröffentlicht

WooCommerce hat die erste Beta-Version 2.7 veröffentlicht. Damit wird klar, wohin die Reise des Shopsystems mit dem neuen Versionssprung geht.

Du solltest dir das Release auf einem Testsystem – kombiniert mit der Konfiguration und den Daten deines Live-Systems – gut anschauen. Das gilt sowohl für Entwickler als auch für Anwender. Denn nur so kannst du noch vor der eigentlichen Veröffentlichung herausfinden, ob es zu Problemen mit deinem Theme oder mit anderen Plugins kommt.

Hier die Highlights von WooCommerce 2.7:

  • Eine neu gestaltete Galerie für Produktbilder inklusive Mouseover-Zoom-Funktion und mobiloptimierter Lightbox (siehe unseren Blogbeitrag zum Thema).
  • Einbindung von CRUD-Klassen für eine bessere Shop-Performance, etwa bei hohen Bestellvolumen (weitere Informationen zu CRUD findest du hier).
  • Neues CLI (command-line interface), das auf der REST API basiert, sowie neue Endpunkte für die API
  • Verbesserung der Geschwindigkeit unter anderem bei der Steuerung der Produkt-Sichtbarkeit, beim Handling von „featured products“, variablen Produkten sowie bei nicht mehr vorrätigen Waren
  • Automatische Sortierung von Steuersätzen
  • Optimiertes User-Handling in Multisites
  • Verschlankung einzelner Gutschein-Optionen

Weitere Informationen zu den einzelnen Punkten findest du im Blogbeitrag von WooCommerce, eine Demo zur neuen Produktbild-Galerie kannst du dir hier anschauen:

WooCommerce SEO

Wie sieht es mit WooCommerce aus, wenn es um den Faktor SEO (Suchmaschinenoptimierung) geht? Angesichts steigender Onlineshop-Konkurrenz ist diese Frage existentiell, auch wenn sie in der Open-Source-Community gerne einmal vernachlässigt wird. Denn der beste Webshop nützt dir nur wenig, wenn andere Systeme bei Google & Co. vor dir landen.

Natürlich gibt es auch für WooCommerce bzw. WordPress Plugins, die dir dabei helfen, deine Verkaufsplattform für die Suschmaschinen so attraktiv wie möglich zu gestalten. Auch hängt viel davon ab, wie du deine Produkttexte, -Bilder aber auch Metainformationen gestaltest (siehe unsere Praxistipps hier und hier).

Das Portal ecommerce-platforms hat sich in einem Blogbeitrag der Frage angenommen, wie SEO-gerecht populäre Shopsysteme generell aufgestellt sind. Dabei wurden unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Wie individuell können Produkte und Kategorien in der Shop-Navigation benannt werden
  • Ist es möglich, je Produkt oder auch Shop-Bereich eigene Page Title zu vergeben
  • Wie lassen sich URLs gestalten
  • Welche Flexibilität bietet das System bei Metadaten, auch für Produktbilder
  • Sind Überschriften SEO-konform gestaltet
  • Wie gut werden Canonical URLs und Redirects unterstützt
  • Gibt es eine integrierte Blog-Plattform für das Content Marketing (großer Pluspunkt für WordPress)
  • Sind Social Share Buttons, Sitemaps etc. integriert
  • u.v.m.

Das Ergebnis der Untersuchung: WooCommerce landet auf dem dritten Platz, bei gleicher Punktzahl mit dem zweitplatzierten Shopify. Magento gewinnt mit nur zwei Punkten Abstand. Danach folgen eher unbekannte Systeme wie BigCommerce, SquareSpace oder Volusion.

Mit Plugins wie wpSEO lassen sich Metadaten auch automatisiert bestücken. Dennoch ist die manuelle Pflege zielführender.
Mit Plugins wie wpSEO lassen sich Metadaten auch automatisiert bestücken. Dennoch ist die manuelle Pflege zielführender.

Natürlich können derlei Untersuchungen nur einen ersten Anhaltspunkt liefern. Dennoch ist es beruhigend, dass WooCommerce durch seine unterschiedlichsten Features mittlerweile auch SEO-technisch sehr gut aufgestellt zu sein scheint. Wenn du mit deinem Onlineshop vorankommen willst, solltest du dir ein gutes SEO-Grundwissen aneignen. Denn die unzähligen Einstellungen von SEO-Plugins lassen durchaus Raum für Interpretation.

Tipp: Wenn du WooCommerce noch nicht kennst, und dich über die Vorteile des Systems informieren willst, dann hilft dir der Einstiegs-Blogbeitrag Schnell und skalierbar zum eigenen Onlineshop bei sevDesk weiter.

Spannende Zukunft von WooCommerce

In einem Jahresrückblick zieht das WooCommerce-Team Bilanz: Wie konnte das Shopsystem im vergangenen Jahr so erfolgreich werden, dass nun über 40 Prozent aller Webshops weltweit unter WordPress laufen? Und dass damit in Dimensionen vorstößt, die noch vor zwei/drei Jahren undenkbar schienen?

Ein Teil ist sicherlich dem professionellen Vorgehen von WooThemes zuzuschreiben, das sich seit dem Aufkauf durch Automattic noch verstärkt hat. Auch hierzulande ist WooCommerce zu einer festen Größe der eCommerce-Startup-Szene geworden. Das liegt nicht zuletzt am steigenden Angebot an Zusatzlösungen, Themes und Plugins, die speziell auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtet sind.

Dabei ist es äußerst interessant, wie Todd Wilkens – der neue Chef von WooCommerce – den bisherigen aber auch den zukünftigen Weg des Shopsystems sieht. Den das hat Auswirkungen auf alle, die auf WooCommerce und WordPress setzen. Hier ein paar frei übersetzte Auszüge aus dem Blogbeitrag:

  • Für Todd lässt sich der Erfolg von WooCommerce nicht ohne die dahinterstehende Community erklären. Somit sorgt der Open-Source-Gedanke dafür, dass sich die Erfolgsgeschichte von WordPress gerade zum zweiten Mal wiederholt. Auch hierzulande entsteht langsam aber sicher eine kleine WooCommerce-Community.
  • Wie er durchblicken lässt, wurde das Team vom großen Erfolg des Systems bzw. von den rasant steigenden Installationen überrascht. In diesem Zusammenhang schreibt er von einigen Herausforderungen, welche dies an das Unternehmen stellt. Zum Glück laufen Releases derzeit dennoch recht stabil, zudem dürfte Automattic hierdurch den Fokus weiter auf WooCommerce legen – zum Nutzen der Anwender.
  • Er macht klar, dass sich WooCommerce bislang vor allem an kleine bis mittelgroße Shops richtet, aber dennoch keine einfache Klick-Lösung ist. Sprich: Dinge wie Flexibilität, Performance und Skalierbarkeit sollen auch weiterhin im Fokus stehen. Dafür sprechen auch die zahlreichen Optimierungen der anstehenden Version 2.7 (siehe den ersten Abschnitt dieses Beitrags).
  • Diese Änderungen sind alles andere als Kosmetik. WooCommerce scheint hinter den Kulissen gerade aufzuräumen, um damit den Grundstein für ambitioniertere Pläne zu legen.

Im Ausblick für 2017 erwähnt Todd unter anderem einen cloud-basierten Versanddienst, als einen von mehreren SaaS-Lösungen. Und, was gerüchteweise schon seit längerem kursiert:

We are partnering with WordPress.com to offer a hosted and managed version of WooCommerce

Die nächsten Monate werden also äußerst interessant.

Was sonst noch geschah…

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Redakteur bei MarketPress. Blogger aus Leidenschaft, Corporate Blog & Content Marketing Trainer, Buchautor (u.a. "Blog Boosting"). Mit-Organisator des WP Camp Berlin.

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