WooCommerce: Den Checkout bzw. die Kassenseite anpassen

checkout woocommerce

Unsere Leser fragen immer wieder, wie sich der Checkout bzw. die Kasse von WooCommerce verändern lässt. Wir stellen vier mögliche Lösungen vor.

Du willst neue Felder in die Kassenseite integrieren, um erweiterte Bestelldaten abzufragen? Die bestehenden Felder umbenennen, löschen und in der Reihenfolge anpassen? Oder die Eingabe deiner Kunden an bestimmte Bedingungen knüpfen? Das geht in der Regel nur mit Hilfe von Plugins.

Hinweis: In Deutschland und Österreich muss der Checkout nach bestimmten gesetzlichen Bedingungen gestaltet sein, so wie ihn unser Plugin German Market vorgibt. Wenn du diese Anordnung abänderst oder neue Felder hinzufügst, solltest du dies von einer Kanzlei für Onlinerecht überprüfen lassen.

1. WooCommerce Checkout Field Editor Manager Pro

Trotz des Zusatzes „Pro“ im Namen handelt es sich – wie alle hier vorgestellten Plugins – um eine kostenfreie Lösung. Erst die Premium-Version des Checkout Field Editor Manager Pro muss bezahlt werden. Doch die meisten Nutzer dürften mit der sehr umfangreichen Basislösung auskommen:

  • Füge neue Felder zur Kasse hinzu. Das ist sowohl für die Sektionen „Rechnung“, „Versand“ als auch für die zusätzlichen Felder möglich.
  • Wähle dabei zwischen verschiedenen Feldformaten, bestimme den Namen, die Metadaten, die Klasse etc.
  • Auch ein paar einfache Regeln lassen sich hierbei vergeben (dazu später mehr).
  • Ändere den Namen, die Art und die Metadaten vorhandener Kassen-Felder ab.
  • Optional kannst du auswählen, ob die angepassten Informationen und Felder in der Zusammenfassung der Order und in den Bestell-E-Mails abgebildet werden sollen.
  • Lösche Felder oder blende sie kurzzeitig aus, verändere die Reihenfolge, oder setze alles auf den ursprünglichen Zustand zurück.

Mit dem WooCommerce Checkout Field Editor lässt sich also jedes Feld individuell anpassen:

Die Entwickler weisen darauf hin, dass man das Plugin vor dem Einsatz auf einem Live-Shop gut testen sollte, da es insbesondere beim Löschen von Feldern zu unerwarteten Nebenwirkungen mit WooCommerce und weiteren installierten Erweiterungen kommen kann. Das gilt für alle Tools, die wir dir in diesem Beitrag zeigen. Wie ein solcher Test funktioniert, zeigt unser Blog-Tutorial zum Thema.

2. Conditional WooCommerce Checkout Field

Du brauchst für einzelne Produkte lediglich noch Zusatzinformationen von deinen Kunden? Etwa bei individuellen Text für das bestickte T-Shirt, Angaben zur gewünschten Geschenkverpackung oder für die Auswahl möglicher Frachtvarianten? Dann erfüllt Conditional WooCommerce Checkout Field deine Zwecke voll und ganz. Das Prinzip der Erweiterung ist sehr einfach, es lässt dich für den Checkout neue Regeln definieren:

optionen bedingungen woocommerce

Darüber legst du beispielsweise fest, für welches Produkt zusätzliche Informationen abgefragt werden sollen, wie der abzufragende Bereich im Checkout benannt wird, oder welches Feld dafür notwendig ist (Textfeld, eine Textbox oder ein Auswahlfeld). Das individuell angelegte Feld erscheint dann als zusätzliche Angabe im Checkout:

Die Angaben, welche deine Kunden hier machen, siehst du später in den Details der Bestellung. Einen ausführlichen Test des Plugins kannst du hier nachlesen.

3. Checkout Manager for Woocommerce

Der Checkout Manager ist schlanker als der Checkout Field Editor Manager Pro, und verfügt über einen anderen Ansatz zur Bedienung. Wenn du also mit der umfangreichen Lösung nicht zurechtkommst, kannst du dieses Plugin ausprobieren. Es verfügt aber über eine deutlich kleinere Nutzerbasis, deswegen solltest du das AddOn vorab gut testen.

Auch der Checkout Manager for Woocommerce lässt dich Felder hinzufügen, löschen oder in der dargestellten Reihenfolge verändern. Zusätzlich kannst du je Feld definieren, ob dieses optional oder verpflichtend (required) ausgefüllt werden muss:

checkout manager woocommerce

Die Premium-Version enthält unter anderem weitere Feldtypen wie Checkboxen, Radio Buttons, Datumfelder, Upload-Bereiche oder Multi-Select. Eine Demo zum Plugin findest du hier:

4. Flexible WooCommerce Checkout Field Editor

Mit dem Flexible WooCommerce Checkout Field Editor lassen sich bestehende oder hinzugefügte Felder mit zusätzlichen Bedingungen versehen. Beispielsweise kannst du ein Feld nur dann anzeigen lassen, wenn sich im Warenkorb ein bestimmtes Produkt oder Produkte aus einer Kategorie befinden – für viele Anwendungsfälle ist dies äußerst praktisch.

Bei den Feldern selbst stehen dir unter anderem folgende Optionen zur Verfügung:

  • Vergib einen eigenen Namen für das Feld
  • Lege fest, ob dieses in der Kasse und/oder in den Bestell-E-Mails angezeigt werden soll
  • Mache das Feld zum Pflichtfeld
  • Bestimme, wie das Feld dargestellt werden soll
  • Wähle zwischen Textfeld, erweitertes Textfeld, Passwort-Feld, Checkbox, Liste, Liste mit Mehrfachauswahl oder Datum-Feld
  • Lege einen vorausgefüllten Wert fest

Diese Möglichkeiten werden in einem Video-Tutorial näher erläutert:

In der Feldliste von Flexible WooCommerce Checkout Field Editor befindet sich links neben „Edit“ ein unscheinbares Augen-Symbol. Darüber kannst du nun optional die Bedingungen festlegen, die für ein Feld gelten sollen. Hier ein kleines Beispiel:

felder filter woocommerce

Dabei lassen sich nahezu beliebige weitere Abhängigkeiten definieren. Beispielsweise ob die Darstellung des Feldes von einem anderen Feld der Kasse – oder von dessen Inhalt – gesteuert werden soll. Hier geht es zum ausführlichen Test des Flexible WooCommerce Checkout Field Editor.

Du hast Fragen zu den einzelnen Lösungen? Stelle diese gerne in den Kommentaren. Du willst über zukünftige Tipps und Anleitungen zu WooCommerce informiert werden? Dann folge uns auf Twitter, Facebook oder über unseren Newsletter.

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Michael Firnkes

Redakteur bei MarketPress. Blogger aus Leidenschaft, Corporate Blog & Content Marketing Trainer, Buchautor (u.a. "Blog Boosting"). Mit-Organisator des WP Camp Berlin.

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