Kategorie: Meinung

WordCamp Europe in Sevilla: Die europäische WordPress-Gemeinde wächst weiter zusammen #wceu

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Mit Sevilla hat sich die Idee eines europäischen WordCamps endgültig durchgesetzt. Das internationale Event stärkt gleichzeitig auch die lokalen Communities. Ein Rückblick.

Nach Leiden und Sofia war das Camp in Sevilla das dritte seiner Art. Und erneut eine sehr internationale Veranstaltung – sicherlich nicht nur wegen seiner wunderschönen Lage und dem Urlaubsklima, das dem gemeinsamen Austausch zugutekam. Ganz Europa war vertreten, ebenso konnte man mit Besuchern aus den USA, Südamerika, Südafrika, Asien, Australien u.v.m. fachsimpeln.

WordPress ist ein CMS. Und so viel Content passt rein.

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Viele Nutzer aber auch Dienstleister meinen nach wie vor, WordPress sei nur ein Blogsystem und damit nicht für größere Projekte geeignet. Das kann Thomas Herzog, Senior Entwickler bei der Inpsyde GmbH, so nicht gelten lassen. Hier sein Beitrag zur Debatte „WordPress als CMS“.

Content-Management-Systeme sind in den seltensten Fällen Fire-And-Forget-Systeme. Man muss immer nachjustieren, damit alles sicher ist und möglichst reibungslos funktioniert. Unabhängig vom gewählten System gilt es, Updates zu fahren, Plugins müssen installiert und getestet werden. Es ist wichtig, die EntwicklerInnen solcher Plugins zu beobachten: Werden die genutzten Plugins aktiv weiterentwickelt? Werden Support-Anfragen beantwortet? Und und und …

Adventskalender Tag 11 – GitHub: Das einzige digitale Social Network…

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…, welches ich vermissen würde, sollte es einmal sterben.

Diese Behauptung ist kühn und stellt mich vermutlich als Mann mit Tunnelblick und wenig Umsicht dar. Aber ich will provozieren, polarisieren, bewegen, dich zum Nachdenken anregen, meine Aussage nutzen um dich zum Lesen des Artikels, Kommentieren oder gar ein Umdenken anzuregen.

Social Networks sind schon lange nicht mehr nur Nerds und Webaktivisten bekannt. Spätestens seit Facebook kennt auch meine Oma Social Networks und mehr oder weniger lohnt es den Hinterlassenschaften von Autoren in diversen Social Networks zu folgen, sie zu lesen, sie zu analysieren. In einem besonderen Fall ist dies anders – GitHub.

GitHub ist in erster Linie, zumindest gefühlter Stand heute, eine Plattform um sich mit Programmierern auszutauschen. Die Plattform ist geschaffen für das Ablegen von jeder Art von textuellem Inhalt, in der Regel Code einer Programmiersprache. Parallel kann, bis hinunter auf ein Zeichen, dazu kommentiert und diskutiert werden. Ebenso ist es neben vielen anderen Möglichkeiten möglich, einzelnen Menschen, kleinen Teams oder Bots, zu folgen, ihren öffentlichen oder privaten Alltag auf der Plattform zu folgen. Kurz: ein Repository mit Diskussionscharakter. Außerdem besteht die Möglichkeit seine Inhalte öffentlich oder privat bereitzustellen. Wobei privat die Möglichkeit belässt, dass man andere Anwender in den Kreis der Zugreifenden holt, ein geschlossenes Netzwerk.

GitHub_Logo

Adventskalender Tag 9 – Brackets – Der bessere Code-Editor

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Um eins vorweg zu sagen: ich bin kein Programmierer. Ich bin Designer und Front-End Entwickler.
„Du kannst nicht programmieren und bist Front-End Entwickler? Wie bitte“ – Richtig!

Ich beherrsche die Autoren-Sprachen XHTML und HTML5. Dazu gesellt sich ein fundiertes Wissen in CSS2 und CSS3, sowie grundlegende Kenntnisse in PHP und JavaScript. Dieses Wissen reicht aus, um gemeinsam mit den Kollegen Entwicklern chice, saubere WordPress Themes zu bauen – was auch eine meiner Aufgaben bei MarketPress ist.

WordPress und interne Unternehmenskommunikation? Warum wir auf P2 setzen.

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„Wer schreibt, der bleibt.“ – Geflügelte Worte sind so schnell aus dem Sinn, wie sie gekommen sind. Daher ist es klug, Ideen und Gedanken schriftlich festzuhalten. Dies sollte schnell und unkompliziert zu erledigen sein. Mit WordPress und dem kostenlosen Theme P2 kann die Kommunikation im Unternehmen, sowie in Projekt-Teams, Vereinen und sogar im Familien- und Freundeskreis verbessert und beschleunigt werden.

Code is poetry?

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Leute, die WordPress selbst hosten, besuchten in den meisten Fällen die Seite wordpress.org. Wer es nicht getan hat, sollte dort dringend vorbei schauen. Es finden sich dort nicht nur tolle Plugins und Themes, sondern auch sehr gut besuchte Support-Foren. Aber das soll nicht Teil dieses Beitrages sein, sondern eine eher unscheinbare Zeile auf der Website: „CODE IS POETRY“. Das steht im Footer auf wordpress.org. So toll dieses kurze Statement auch klingen mag, es ist falsch.

Der Begriff bezeichnet im übertragenen Sinn ferner eine bestimmte Qualität. So spricht man etwa von der „Poesie eines Moments“ oder einem „poetischen Film“ und meint damit in der Regel, dass von dem Bezeichneten eine sich der Sprache entziehende, oder über sie hinausgehende Wirkung ausgeht, etwas Stilles, ähnlich wie von einem Gedicht, das eine sich der Alltagssprache entziehende Wirkung entfaltet. – Wikipedia

Der für uns wichtigste Teil aus der Definition ist: sich der Alltagssprache entziehende Wirkung. Konkret heisst das, dass das gesprochene oder geschriebene Wort etwas vorgibt zu sein, was es nicht ist. Dabei können aktuelle grammatikalische Regeln ignoriert und sogar ergänzt werden. Das heisst, dass jeder, der ein bestimmtes Stück Poesie liest, etwas anderes versteht und versucht seine Sicht der Dinge rein zu interpretieren.

Interpretation, grammatikalische Ungenauigkeiten und versteckte Bedeutungen sind aber genau das Gegenteil, was guten Code ausmacht. Code muss klar strukturiert sein, einer klaren Logik folgen und in sich konsistent sein. Wäre Code Poesie, würde eine Entwicklerin ihn nicht verstehen. Schnelles Verstehen ist aber eines der wichtigsten Dinge in diesem Beruf.

WordPress suggeriert durch den prominenten Spruch „Code is poetry“ also gewisse künstlerische Freiheiten. Wird diese Wortgruppe als „Oberste Direktive“ festgesetzt, können untergeordnete Regelungen nur von Dieser geerbt werden. WordPress selbst verstößt aber schon innerhalb der ersten paar Seiten der Dokumentation gegen seine eigene Direktive und schreibt (mehr oder weniger) genaue Regelungen für das Schreiben von Code (PHP, CSS, JS und HTML) vor.

Wie oben geschrieben, besteht guter Code aus klaren Strukturen, einfacher Logik und konsistenten Regelungen. Jedes Team definiert diese Regelungen automatisch für sich selbst – entweder in einem dynamischen Findungprozess oder durch strukturierte Diskussionen. Am Ende steht ein Codex, wie WordPress sich selbst einen gegeben hat.

„Code is poetry“ bedeutet aber auch, das Code eine Art Kunst ist. Die Frage lautet, ob es überhaupt noch künstlerische Freiheiten gibt, wenn gewisse Schreibweisen vorgegeben werden. Die Antwort darauf ist einfach: Ja.

Nehmen wir zum Beispiel die Architektur. Es gibt feste Konstanten in der Architektur – die Statik und physikalische Grundgesetze. Soll für einen Bau Holz benutzt werden, greifen andere Statikstandards, als für Stahlbeton. Der Bau selbst kann aber dennoch nach den eigenen Vorstellungen gestaltet werden.

Im Code verhält es sich genau so. Es gibt für bestimmte Probleme nicht die eine Lösung, sondern hundert verschiedene. Wenn Code eine Art Kunst ist, dann die, dass verschiedene Wege für die gleiche Lösung genutzt werden können und man sich die einfachste und schnellste Variante erarbeiten muss. Code ist also eine Blaupause, welche die Konstruktion von verschiedenen Bauwerken beschreibt.

Dabei darf es aber nicht zu Poesie, also zu Verschlüsselungen kommen. Code muss genau das Aussagen, was er tun soll. Um das mal ganz kurz zu veranschaulichen: Ein Array mit dem Namen $info sagt nicht viel. Ein Array mit dem Namen $pluginHeaderInfos verrät dafür schon viel mehr.

Der Satz auf wordpress.org sollte nicht „Code is poetry“ lauten, sondern „Code is a blueprint“.