Was bringt das WordPress-Shop-Plugin WooCommerce 2.1 Neues?

WooCommerce 2.1

Als letzte Woche das beliebteste Onlineshop-Plugin für WordPress, WooCommerce 2.1, veröffentlicht wurde, ging es bei uns ein wenig Rund. Das Release von WooThemes kam dann doch etwas schneller als Gedacht. Neben vielen spannenden Neuerungen gab es aber auch einige Probleme, denn WooCommerce ist nicht abwärtskompatibel. In diesem Beitrag möchten ich euch kurz die wichtigsten Neuerungen nennen, sowie die wichtigsten Knackpunkte die ihr beachten solltet.

Wir als Anbieter von Erweiterungen für WooCommerce (WooCommerce German Market, WooCommerce Role Based Prices, Theme Hamburg) haben schon im Vorfeld versucht die wichtigsten Änderungen, die auch unsere Produkte betreffen, in unsere Updates einzubringen. Dass es zu Problemen kommen würde war uns klar, denn WooCommerce 2.1 ist nicht abwärtskompatibel. Somit mussten wir mit Hochdruck am passenden Release arbeiten, und haben derweil versucht so viele WooCommerce-Nutzer wie möglich zu erreichen, damit deren Shops plötzlich nicht mehr korrekt funktionieren.


All unsere WooCommerce-Kunden wurden via Email (mit diesem Text) kontaktiert. Diese Maßnahme scheint einigen Nutzern wirklich geholfen und andere amüsiert zu haben 😉

Die wichtigsten Neuerungen an WooCommerce 2.1

Im Changelog kann nachgelesen werden was sich alles getan hat. Und diese Liste ist wirklich lang. Deshalb schnapp ich mir einfach mal die wichtigsten und gravierensten.
Welcome to WooCommerceWooCommerce heisst dich mit seinen Änderungen willkommen

  • REST API
  • Die unabhängige REST API ermöglicht es Drittanbietern (wie beispielsweise uns) Dienstleistungen zu entwickeln die auf WooCommerce aufsetzen. So kann mit Hilfe der API ein authentifizierten Zugang zu Shop-Bestellungen ermöglicht werden. Diese Daten können dann für externe Zwecke verwendet werden.

  • Entschlackung, Produktbewertungen und neue Gutscheine
  • Was wir aus Entwicklersicht gemerkt haben: Der Code ist sauberer und übersichtlicher. Das freut uns natürlich sehr, denn wir müssen immer wieder rein in den Code 🙂 Für den Nutzer ist dies zwar nur zweitrangig, aber die 2.1 ist schneller und einfacher zu erweitern, was wiederum gut für dich ist.
    Rund um die Produktbewertungen gibt es einige neue Einstellungen. Und Coupons-Limits können jetzt auch auf einzelne Kunden limitiert werden statt wie früher global.

    Gutschein bearbeiten

  • Vereinfachter Adminbereich
  • Besonders im Einstellungsbereich für Preise und Steuern hat sich einiges getan und wurde vereinfacht und umstrukturiert. So soll das Backend intuitiver und einfacher werden. Auch an der Bestellübersicht wurde geschraubt. Und das ganze im WordPress 3.8 Look.

  • WordPress 3.8? Jetzt Pflicht!
  • Bis zur Version 2.0.20 konnte man noch auf WordPress 3.7 setzen. Mit WooCommerce 2.1 ist damit Schluss. Es setzt WordPress 3.8 voraus, was aber mittlerweile kein Problem mehr darstellen sollte.

  • Auslagern statt Vollstopfen
  • Um den Kern von WooCommerce so klein wie möglich zu halten wurden einige Funktionen ausgelagert. So wurden ShareThis, Google Analytics, Piwik und weitere ausgelagert und können jetzt separat installiert werden. Dies bringt viele Vorteile: an jedem einzelnen Plugin kann separat entwickelt und bei Bedarf veröffentlich werden. Je modularer eine Software, desto stabiler läuft die Grundausstattung, und wenn sich Plugins in die Quere kommen, kann der Fehler leichter gefunden und behoben werden.

  • Sprachpakete – jetzt wieder direkt bei WooThemes
  • Bis zur letzten Version haben wir von Inpsyde die Sprachdateien separat angeboten. Der Nachteil dabei: bei jedem WooCommerce-Update mussten diese noch einmal neu eingefügt werden. Mit Version 2.1 wurde es wieder vereinfacht. Die deutschsprachige WooCommerce-Community übersetzt gemeinsam mit uns, und wir überprüfen, und geben dann frei. Dies führt teilweise zu Verwirrungen, denn einige Wörter sind noch nicht übersetzt, oder Strings haben sich geändert. So ist das nun einmal mit Open-Source-Software 🙂

Downgrade nicht möglich

WooCommerce 2.1 ist leider (Aufgrund der vielen gravierenden Änderungen) nicht abwärtskompatibel. Wer also updaten möchte, sollte unbedingt vorher eine vollständige Datensicherung erstellen, und in einer Testumgebung probieren, ob alle Plugins und das Theme noch in Ordnung sind.

Fazit

Auch wenn der Start von WooCommerce 2.1 am Anfang doch ein wenig holprig war, wurden schon viele Bugs behoben, und es kehrt Ruhe ein. So steht aktuell WooCommerce schon als 2.1.2 zur Verfügung. Was man daraus lernt: Niemals eine Liveinstallation „mal eben“ updaten, sondern immer erst testen und vielleicht ein paar Tage warten bis die Kinderkrankheiten überstanden sind. Wir freuen uns über das neue WooCommerce und dessen rasantes Wachstum im e-Commerce-Bereich!

Was sind deine Erfahrungen mit dem neuen WooCommerce? Was ist gut? Was nicht?

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WordPress-Evangelist, Kommunikator & Marketing-Dude bei Inpsyde, MarketPress und WordPress Deutschland

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Kommentare

3 Kommentare

  1. #2
    Burak Gündüz

    Wie lange hat deine Aktualisierung gedauert? Meiner ladet schon über 15 Minuten? Aufgrund der Log wurde einiges getan, aber 15 Minuten? Die Loading-uhr dreht sich zumindest noch 🙂

  2. #3

    Hallo Manuel ,

    Ich suche eine Lösung um einen wp Shop mit woocommerce zu betreiben, in dem ich mittels api Produkte von dritten mit einfügen kann. Ist das möglich und wenn ja kompliziert ?

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