Die 5 häufigsten SEO-Fehler bei E-Commerce-Shops

SEO-Fehler

Suchmaschinenoptimierung ist ein umfangreiches und teilweise unübersichtliches Themenfeld. Dabei kann es schwer sein, den Fokus zu behalten und keine Fehler zu machen. In diesem Artikel erklären wir die 5 häufigsten SEO-Fehler, die Shop-Betreiber machen und so Wachstumspotenzial im Bereich SEO liegen lassen. 

Inhaltsverzeichnis

Die Bedeutung von SEO für E-Commerce-Shops

Was ist überhaupt SEO?

Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO für Search Engine Optimization, steht für die technische und inhaltliche Optimierung des Online-Shops zur Verbesserung des Suchmaschinenrankings. Google ist die meistgenutzte Suchmaschine und hat den größten Marktanteil von allen Suchmaschinen, weshalb der Fokus bei der Suchmaschinenoptimierung eigentlich immer auf Google liegt.

Suchmaschinenoptimierte Seiten tauchen in den sogenannten „organischen Suchergebnissen“ auf, den unbezahlten Suchergebnissen. Das Ziel jedes Online-Shops oder Websitebetreibers ist es natürlich, die ersten Plätze in den Suchergebnissen für die relevanten Suchbegriffe, auch Keywords genannt, zu belegen, um möglichst viele Besucher und somit potenzielle Kunden auf die eigene Seite zu bringen.

Google ist vermutlich neben Social Media der wichtigste Kanal für die meisten Online-Shops, um Traffic zu generieren und dadurch Kunden zu gewinnen.

Die 4 größten Vorteile von SEO sind:

WooCommerce-Suchmaschinenoptimierung

  • Hochqualitativer Traffic: Ein großer Vorteil von Google-Traffic gegenüber Traffic von Social Media Werbeanzeigen ist, dass man über SEO potenzielle Kunden erreicht, die nach einem spezifischen Produkt, einer Produktkategorie oder einer Lösung für ein Problem suchen. Diese Google Nutzer haben einen Bedarf und genau in diesem Moment kann man in den Suchergebnissen den eigenen Online-Shop präsentieren. Bei Social Media Anzeigen kann man nicht genau den Moment bestimmen, wo jemand ein Produkt braucht.

Ein Beispiel: Jemand hat einen alten Laptop und möchte sich nun einen neuen Laptop kaufen. Die Person wird nun bei Google Recherche betreiben und sich verschiedene Laptops anschauen. Genau zu diesem Zeitpunkt hat ein Online-Shop für Laptops die Möglichkeit, potenzielle Kunden abzuholen. Mit Social Media Anzeigen kann man diesen genauen Moment nicht abpassen.

  • Nachhaltigkeit: Im Gegensatz zu Google Werbung, auch Google Ads genannt, ist Suchmaschinenoptimierung deutlich nachhaltiger. Suchmaschinenrankings können sich zwar mit der Zeit verändern und es kann zu Rankingverlusten kommen, allerdings sind die Suchmaschinenrankings kurz- und mittelfristig stabil. Richtige Suchmaschinenoptimierung durch optimierte Produkt- und Kategorie-Seiten sowie Blogposts sorgt nachhaltig für kontinuierlichen Traffic.
  • Passivität: Bestimmt hast du schon mal den Begriff Inbound Marketing gehört. Das bedeutet, dass man Kunden gewinnt, indem man von Kunden gefunden wird und einen Mehrwert liefert. Dabei geht es nicht um das klassische Erzeugen von Aufmerksamkeit im Sinne von möglichst laut sein. Suchmaschinenoptimierung ist Inbound Marketing und sorgt dafür, dass du konstant Besucher und somit potenzielle Kunden auf deinen Online-Shop lenkst.
  • Dominanz: Suchmaschinenoptimierung hat einen starken Dominanzaspekt. Das erste Suchergebnis bei Google bekommt immer mehr Traffic als das 5. Suchergebnis auf der ersten Seite oder die Suchergebnisse auf der zweiten Seite. SEO ist ein sehr wettbewerbsintensives Feld. Über SEO kannst du deine Konkurrenten nachhaltig dominieren.

Die 5 größten SEO-Fehler:

Kein-WooCommerce-SEO

Mag man manchen SEO-Spezialisten glauben, gibt es über 200 Ranking Faktoren, die das Suchmaschinenranking beeinflussen. Das sind natürlich sehr viele Faktoren, auf die man achten müsste und bei so vielen Faktoren können leicht Fehler entstehen. Um dieser Vielfalt des Themenfeldes entgegenzuwirken, möchten wir dir 5 häufige Fehler im E-Commerce SEO vorstellen, die du auf keinen Fall machen solltest.

#1 Duplicate Title Tag

Der sogenannte Title Tag ist der Seitentitel, der in den Suchergebnissen angezeigt wird. Der Title Tag hat eine sehr wichtige Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung. Der Seitentitel ist zum einen ein wichtiger Rankingfaktor. Aus diesem Grund ist es auch wichtig, dass das Keyword im Seitentitel vorkommt. Zum anderen wird der Seitentitel auf der Suchergebnisseite angezeigt und führt dazu, dass viele Google-Nutzer auf das Suchergebnis klicken.

Grundsätzlich kann man sich eine Webseite wie ein Bücherregal vorstellen. Es gibt verschiedene Bücher. Jedes dieser Bücher hat einen Titel. Möchte man nun nach einem bestimmten Buch suchen, tut man das über den Titel. Gibt es zwei Bücher mit demselben Titel, muss man sich für ein Buch entscheiden. Genau dieses Problem hat Google bei Duplicate Title Tags. Wenn zwei Seiten die gleichen Title Tags haben, weiß Google nicht genau, welche Seite in der Google Suche für das Keyword angezeigt werden soll und wie sich die Seiten unterscheiden. Natürlich spielt auch der Inhalt der Seite eine wichtige Rolle. Sollten beispielsweise zwei Seiten ähnliche oder fast identische Produkte haben, dann sollte der Title Tag trotzdem einzigartig sein. Gibt es beispielsweise Farbvariationen oder sonstige Variationen, sollte sich dies im Titel widerspiegeln.

Ein weiterer Aspekt hierbei ist, dass man mit speziellen Titeln guten Longtail-Traffic bekommen kann. Longtail-Keywords sind Suchbegriffe, die meistens aus mehreren Wörtern bestehen und sehr spezifisch sind. Wenn beispielsweise jemand nach einem bestimmten Produkt oder einer Produktvariante sucht, sollte das jeweilige Produkt gefunden werden.

#2 Produktbeschreibung vom Hersteller

Viele Produkthersteller haben standardisierte Produkttexte, die jeder Online-Shop für das jeweilige Produkt verwendet. Das ist aus SEO-Sicht schlecht, da die Shops so viel Duplicate Content, also mehrfache Inhalte auf ihren Seiten haben, den andere Online-Shops auch haben. Die Texte unterscheiden sich nicht von den Texten anderer Online-Shops.

Du musst dir die Frage stellen, wie du dich mit deinem Shop von anderen Online-Shops mit deiner Produktseite abgrenzen kannst. Die Inhalte der Produktseite spielen da eine elementare Rolle. Im Idealfall sind die Texte auf einer Produktseite einzigartig.

Hier ein paar Beispiel-Tipps, um einzigartige Produkttexte zu erstellen:

  • Schreib über die Produkthistorie. Wann wurde das Produkt erstmalig veröffentlicht?
  • Was ist die Vergangenheit der Marke?
  • Welche zusätzlichen Informationen gibt es über das Produkt?
  • Für wen eignet sich das Produkt?
  • Was gibt es bei der Verwendung des Produktes zu beachten?

Auch aus einer Conversion-Sichtweise ist das reine Verwenden von Texten des Herstellers schlecht, weil dem Besucher mit dem Standardtext womöglich Informationen fehlen. Zusätzliche Informationen könnten den Nutzer aber zu einem Kauf überzeugen. Zum Beispiel fehlen bei manchen Online-Shops spezifische Größenangaben oder wie ein bestimmtes Kleidungsstück in der Größe ausfällt. Das kann einen potenziellen Kunden vom Kauf abhalten.

#3 Keine strukturierten Daten

Eine super Möglichkeit, um die Klickrate in den Suchergebnissen zu erhöhen, sind sogenannte strukturierte Daten. Dabei handelt sich um eine besondere Art von Code, der nicht für den Besucher deines Online-Shops sichtbar ist. Mit diesem Code weiß allerdings Google genau, worum es auf der Seite geht. Beispielsweise kannst du das Product Schema nutzen, um Google zu sagen, um welches Produkt es sich auf deiner Seite handelt. Eine wichtige Anmerkung: Strukturierte Daten beeinflussen jedoch nicht direkt das Ranking!

Nutzt man beispielsweise strukturierte Daten mit dem aggregate rating markup, werden in den Suchergebnissen Sternebewertungen angezeigt. Solche Sternebewertungen können beispielsweise Kundenbewertungen sein. Falls dir der Begriff „Social Proof“ nichts sagt, solltest du dir dazu einen Artikel durchlesen.

Strukturierte Daten, wie Sternebewertungen, erhöhen die Klickrate und können dann indirekt das Ranking deiner Seite pushen.

Strukturierte Daten

Wenn du prüfen möchtest, ob und welche strukturierten Daten auf deiner Website ausgegeben werden, so kannst du dies mit Schema Markup Validator dem prüfen.

#4 Kategorie-Seiten vernachlässigen

Grundsätzlich sind weitere wichtige Seiten für die Suchmaschinenoptimierung die Kategorie-Seiten. Viele Nutzer werden bei Google nicht direkt nach einem spezifischen Produkt suchen, sondern grundsätzlich nach einer Kategorie von Produkten. Beispiele dafür sind: Herrenparfüms, Gaming Laptops, Schreibtischlampen, Sport-T-Shirts oder Nintendo-Switch-Spiele. 

Bei vielen Online-Shops, die ich in der Vergangenheit SEO-technisch betreut habe, waren die Kategorie-Seiten zunächst vernachlässigt. Dabei haben gerade diese Kategorie-Seiten viel Potenzial, da es meistens für Kategorie-Begriffe viel Suchvolumen gibt.

Auf jeder Kategorie-Seite sollte ein Text vorhanden sein, der von den Kategorien von Produkten handelt. Auch für Kategorie-Seiten sollten die Metadaten, also Title Tag und Meta Description, optimiert werden, damit möglichst hohe Klickraten erzielt werden.

Gerade, wenn du in deinem Online-Shop No-Name-Produkte oder relativ unbekannte Produkte verkaufst, solltest du dich besonders auf die Kategorie-Seiten fokussieren. Für die spezifischen Produktnamen wird dann wenig Suchvolumen vorhanden sein. Deshalb sind die Kategorie-Seiten umso wichtiger und sollten im Fokus der Suchmaschinenoptimierung stehen.

Du solltest also auf jeden Fall in deinem WooCommerce-Shop auf deinen Produkt-Übersichtsseiten Texte einfügen, um die Relevanz der Seite für Google zu erhöhen.

Mit unserem Theme Atomion kannst du spielend leicht SEO-Texte auf deiner Shopseite und deinen Kategorieseiten anzeigen lassen.

Videoanleitung

Mit dem Laden des Inhalts akzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.

 

Vollständiges Atomion Video: WooCommerce Optionen im Customizer

#5 Keine Content-Seiten

Obwohl Online-Shops hauptsächlich für Produktseiten bekannt sind und diese in jedem Shop vorhanden sind, sollte jeder Online-Shop auch Content-Seiten haben. Content-Seiten adressieren Suchanfragen von Nutzern, die nicht direkt zu einem Produkt führen. Manche Nutzer suchen nicht direkt nach Produkten, sondern nach Problemen oder nach Lösungen für ein Problem. Die exakte Bezeichnung für solche Suchbegriffe ist „informelle Suchanfragen“.

Ein Beispiel für eine informelle Suche für einen Online-Shop, der ergonomische Bürostühle verkauft, wäre zum Beispiel: „Rückenschmerzen Ursachen“ oder „Rückenschmerzen vom Sitzen“. Diese Nutzer wissen womöglich noch nicht, dass langes Sitzen in einem nicht-ergonomischen Bürostuhl zu Rückenschmerzen führen kann. In diesem Falle wäre aber das reine Anzeigen einer Produktseite unpassend. Eine Produktseite würde auch sehr unwahrscheinlich für einen Suchbegriff mit Informationsanfrage ranken, da Google mittlerweile die Suchintention hinter Keywords versteht. Dazu reicht ein Blick in die Suchergebnisse, die aktuell gut für das Keyword ranken. Deshalb sollten für solche informellen Keywords eigene Seiten erstellt werden. Ein weiteres Beispiel wäre eine Auflistung oder Priorisierung von Produkten für den Nutzer. Beispielsweise: „Die besten Sonnenbrillen unter 100 €“. Oder „Die besten Frauen Parfüms 2022“.

Um potenzielle Käufer auf den eigenen Online-Shop zu holen, solltest du auch für solche Suchanfragen entsprechende Seiten erstellen. Im Vordergrund geht es hierbei darum, die Besucher zu informieren und erst im zweiten Schritt eigene Produkte zu präsentieren.

Fazit

Wir hoffen, dass du in diesem Blogbeitrag einige interessante Tipps zu SEO mitnehmen konntest und diese Fehler in deinem WooCommerce-Shop nicht machst. 

Wenn du dich weiter zu dem Thema SEO informieren möchtest, findest du in unserem Blog zwei Artikel zum Thema Produktbilder optimieren in WooCommerce:

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Niels Neumann

Niels Neumann ist ein SEO- und Google Ads-Freelancer aus der Nähe von Mannheim. Zusätzlich zum Google-Marketing optimiert er auch Webseiten mit Verkaufspsychologie.

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