WooCommerce Wochenrückblick #29: Beliebteste Zahlungsarten und sinnvolle Produktauswahl

Kauf auf Rechnung ist beliebter, als gedacht. Und zu viele Produkte können deine Kunden auch verwirren – wenn sie schlecht präsentiert werden. Dies und mehr in unserem Wochenrückblick.

Welche Zahlungsarten erwarten deine Kunden?

Viele WooCommerce-Shopbetreiber stellen sich die Frage, welche Zahlungsarten sie ihren Kunden anbieten sollen (siehe dieses Tutorial). Schließlich hängt davon indirekt ab, wie attraktiv der Bestellvorgang bewertet wird. Umgekehrt können aus der falschen Auswahl an Bezahlvarianten Kaufabbrüche entstehen.

Was lohnt es sich also, einmal auszuprobieren? Das Portal Handelsdaten.de hat eine Tabelle der beliebtesten Zahlungsarten im Onlinehandel in Deutschland aus 2016 veröffentlicht. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • Mit über 30 Prozent führt nach wie vor der Kauf auf Rechnung. Es kann sich also lohnen, diese Variante in deinen WooShop zu integrieren. Wie das mit WordPress bzw. WooCommerce geht, erfährst du in unserer Anleitung.
  • An zweiter und dritter Stelle folgen Lastschrift (hier mit WooCommerce umsetzbar) und PayPal.
  • Die Kreditkarte spielt mit rund 12 Prozent keine herausragende Rolle. Die meisten WooCommerce-Shopbesitzer nutzen einen Dienst wie Novalnet, Stripe oder PayPal Express, um sie zu integrieren. Viele scheuen jedoch die anfallenden Gebühren.
  • Ratenkauf, Vorkasse und Zahlung bei Abholung spielen laut der Untersuchung nur eine kleine Rolle, was jedoch vom jeweiligen Geschäftsmodell abhängt.
  • Sofort Überweisung und Amazon Payments liegen ebenfalls auf den hinteren Plätzen, wobei Sofort im WooCommerce-Umfeld recht beliebt ist (siehe unser Plugin hierzu).

Da in der zugrunde liegenden Studie hauptsächlich größere Händler befragt wurden, lassen sich die Ergebnisse nur teilweise auf kleine Onlineshops anwenden. Erfahrungsgemäß spielt dort beispielsweise das Lastschrift-Verfahren noch keine so große Rolle, da sie mit einigem Aufwand verbunden ist, und eine Rahmenvereinbarung mit der Hausbank erfordert.

Hinweis: Welche Bezahlvarianten nutzt du in deinem WooCommerce-Shop? Und welche Erfahrungen hast du damit gesammelt? Was möchtest du in naher Zukunft ausprobieren? Nutze gerne die Kommentarfunktion. Die Ergebnisse fließen unter anderem in die weitere Produktentwicklung von German Market für WooCommerce ein.

Hier noch unsere Video-Anleitung zum „Kauf auf Rechnung“ mit WooCommerce und German Market:

Mehr Umsatz durch bessere Produktauswahl

Kunden erwarten in den meisten Onlineshops eine große Bandbreite an Produkten. Gleichzeitig sorgen zu viele ähnliche Waren, die in einer Kategorie oder nach einer erfolgten Suche angezeigt werden, für Unsicherheit beim potenziellen Käufer. Für welche Varainte soll er sich denn nun entscheiden? Im schlimmsten Fall führt dies zu Kaufabbrüchen oder gar zum Abwandern in einen anderen Shop, der klarer strukturiert ist.

Wie man der Unsicherheit – auch „Paradox of Choice“ genannt – entgegenwirken kann, erläutert der Konversionskraft-Blog in einem aktuellen Beitrag. Hier auszugsweise einige Vorschläge, wie du deinen Kunden die Auswahl leichter machst:

  • Produkt-Empfehlungen, die farblich oder anderweitig hervorgehoben sind, können manchen Besuchern die ungeliebte Entscheidung abnehmen. Teilweise kannst du damit auch ein Produkt oder eine Produktvariante verkaufen, die deinen Zielen dient. Am besten funktionieren jedoch ehrliche, authentische Empfehlungen der Art „Topseller“, „günstigstes Angebot“, „Bestbewertet“ etc.
  • Filter können die Navigation in deinem WooCommerce-Shop deutlich erleichtern (siehe hier und hier). Doch zu viele unterschiedliche und sinnlose Filter vergraulen den Käufer eher, als dass sie ihn zum Shoppen motivieren. Der Blogbeitrag stellt die Möglichkeit einer intelligenten Filter-Aussteuerung vor, die den jeweiligen Kontext berücksichtigt.
  • Mit kleinen Icons, Siegeln & Co. lassen sich wichtige Eigenschaften eines Produkts noch besser hervorheben. Das gilt gerade auch beim Verkauf von variablen Produkten in WooCommerce. Ein plakatives Beispiel sind Lebensmittel, die sich für Vegetarier eignen. Erst wenn diese auch mit einem entsprechenden Hinweis bzw. Siegel versehen werden, verkaufen sie sich in der Zielgruppe besser. Konversionskraft nennt hierbei noch einige weitere Möglichkeiten.

Für alle genannten Punkte gilt: Du solltest sie gut a/b-Testen, ob tatsächlich der gewünschte Effekt eintritt. Denn die Bedürfnisse von Kunden können je nach Shop und Zielgruppe sehr unterschiedlich sein. Wie solche Tests funktionieren, zeigt dir unser Blogbeitrag zum Thema.

Mehr zum „Paradox of Choice“ – und wie du ihm entgegenwirken kannst – erfährst du in diesem Video:

Erweiterungen für WooCommerce

Mit Plugins lässt sich jeder WooCommerce-Shop nach den eigenen Bedürfnissen anpassen. Gerade was die Vermarktung deiner Produkte anbelangt, kann man mit den Erweiterungen so manches gegenüber der Standard-Installation herausholen.

Das Blog-Team von WooCommerce stellt in einem aktuellen Beitrag die wichtigsten Plugins vor, mit denen du neue Kunden und neue Umsätze erreichen kannst. Darunter finden sich viele bewährte Tools, aber auch einige eher unbekannte Helfer:

  • Mit Dynamic Pricing kannst du auf intelligente Weise Rabatte gewähren, während sich deine (potenziellen) Kunden im Shop bewegen. Schau dir hierzu auch einmal unser Plugin Role Based Prices an, mit dem sich Staffel- aber auch Sonderpreise für spezielle Kundengruppen wie Stammkunden, Mitglieder, Abonnenten, Kooperationspartner, Großhändler, Gewerbetreibende oder Studierende realisieren lassen.
  • Google Product Feed sorgt dafür, dass deine Produkte bei Google Shopping gelistet werden.
  • Mit WooCommerce Wishlists legen deine Kunden Wunschlisten etwa zum Geburtstag oder zu anderen Gelegenheiten an, aus denen Freunde dann einzelne Produkte heraussuchen und kaufen können. Eine solche Funktion eignet sich vor allem für Onlineshops, die Geschenkartikel und ähnliche Waren verkaufen.
  • Personalisierbare Produkte lassen sich mit Product-Add Ons vertreiben. Siehe hier unseren Test zum Plugin.

In der Regel handelt es sich dabei um kostenpflichtige Erweiterungen. Wenn du kein Geld für neue Lizenzen ausgeben möchtest, dann schau dir einmal unsere Serie zu gratis-Plugins für WooCommerce an. Auch darunter verbergen sich zahlreiche Extensions, die deinen Absatz ankurbeln.

Was sonst noch geschah…

Du hast Fragen zu den einzelnen Themen? Stelle diese gerne in den Kommentaren. Du willst über zukünftige Tipps und Tutorials zu WooCommerce informiert werden? Dann folge uns auf Twitter, Facebook oder über unseren Newsletter.

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Redakteur bei MarketPress. Blogger aus Leidenschaft, Corporate Blog & Content Marketing Trainer, Buchautor (u.a. "Blog Boosting"). Mit-Organisator des WP Camp Berlin.

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Kommentare

6 Kommentare

  1. #1
    JUICEDaniel

    „Da in der zugrunde liegenden Studie hauptsächlich größere Händler befragt wurden, lassen sich die Ergebnisse nur teilweise auf kleine Onlineshops anwenden. Erfahrungsgemäß spielt dort beispielsweise das Lastschrift-Verfahren noch keine so große Rolle, da sie mit einigem Aufwand verbunden ist, und eine Rahmenvereinbarung mit der Hausbank erfordert.“

    Ich kann es nicht oft genug sagen: Das halte ich für eine krasse Fehleinschätzung. Ich bin jetzt bei zwei(!) „kleineren“ Kunden gezwungen, ihnen ihren Online-Shop mit der deutschen Erweiterung eures Konkurrenten umzusetzen, weil eure Erweiterung „Lastschrift“ nicht anbietet.

    Ich finde es wirklich erstaunlich: Dass Lastschrift an zweiter Stelle steht, spricht doch eine ganz klare Sprache. Für kleinere Online-Shops ist das nach wie vor SEHR attraktiv, ZUM BEISPIEL weil man dadurch super(!) Abonnements umsetzen kann, für die man Einzugsermächtigungen braucht. Ansonsten sind Abonnements viel zu umständlich und mit den hohen PayPal-Gebühren auch nicht so attraktiv.

    Bitte überdenkt diesen Punkt doch nochmal intern! Ihr verliert hier einige Kunden an euren Konkurrenten.

    Daniel

    • #2

      @Daniel: Das nächste Release von German Market – wohl noch im Mai – dürfte dich freuen 😉 Rein interessehalber: Warum nutzt du uns ansonsten lieber für deine Projekte, als Germanized?

      • #3
        JUICEDaniel

        Na das klingt ja hervorragend 😉

        „Warum nutzt du uns ansonsten lieber für deine Projekte“
        1. Weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist (Wechseln ist immer mit Aufwand verbunden)
        2. Weil ihr eine Anbindung an sevDesk anbietet, die ich nutze.

        Was mir noch fehlt, ist eine Möglichkeit, automatisch Briefmarken zu ordern, um noch schneller das Porto ausdrucken zu können. Das nur als Anregung 😉 (Da gibt’s ja auch externe Dienstleister, die das anbieten, wozu es aber eine Schnittstelle bräuchte.) -> Ist bei mir aber nicht so wichtig, sondern eher ein Komfort-Feature.

      • #4

        @Daniel: Danke für dein Feedback. Es freut uns, dass die sevDesk-Schnittstelle genutzt wird.

      • #5
        JUICEDaniel

        Eins habe ich noch vergessen als positives Argument anzufügen: den an für sich guten(!) Support in Form von Tino.

        Was ich jedoch nach wie vor SEHR bedaure, ist das verschwundene Forum. Denn ich empfand es immer als sehr hilfreich und große Bereicherung zu sehen, welche Fragen die anderen so stellen, wovon ich lernen kann und was mich erst auf Anwendungsbeispiele brachte, auf die ich sonst nicht gekommen wäre. Sofern irgendwie eine Option, wünsche ich mir dieses am allermeisten wieder zurück, in welcher Form auch immer.

      • #6

        @Daniel: Das Lob gebe ich gerne weiter. Der Umstieg auf E-Mail-Support hatte hauptsächlich interne Gründe, damit der Support für uns besser organisierbar bleibt. Denn die Anfragen sind trotz unserer Tutorials etc. doch ordentlich gestiegen. WooCommerce-Anwendungsfälle werden immer spezieller..

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